Funerus – Reduced To Sludge

 , ,

Seit über zwanzig Jahren gibt es FUNERUS bereits. Doch bisher war mir die Band gänzlich unbekannt. Vielleicht lag es daran, dass die Band zwischenzeitlich wohl auf Eis lag und ihr Debüt-Album erst 2003 veröffentlichte. Dabei ist mit John McEntee eigentlich ein illustrer Name an der Gitarre, der den meisten wohl durch Incantation und sein Label Ibex Moon Records bekannt sein dürfte. Nun darf man auch raten, wo „Reduced To Slugde“ nun, acht Jahre nach dem ersten Album, erschien…
Die schnellsten sind FUNERUS scheinbar nicht. Weder im Songwriting, noch beim Spielen. Doch gerade im schweren, mürbenden Mid- bis Downtempo liegt die Stärke der Band!

Die düstere und dreckige Art von Incantation ist sicher ein guter Ausgangspunkt, um „Reduced To Sludge“ zu beschreiben. Besonders die finstre Hymne „E. Histolytica“ zeigt deutlich den Einfluss von McEntees Hauptband. Eher erinnern mich FUNERUS aber an dreckige, viel dunklere Hail Of Bullets. Damit einhergehend natürlich auch an Obituary. Zum Beispiel in „The Comfort In Depression„. Und gerade in der zweiten Album-Hälfte könnten viele Riffs und das walzende Drumming von Bolt Thrower stammen. „Bedpan Commando“ oder „Death Of A God“ drücken schon ziemlich derbe.

In dieser Mischung aus Incantation Vibe, Bolt Thrower Groove, Hail Of Bullets Riffs und dem verdammt dreckigen Gesang von McEntees Frau Jill, die auch den Bass bedient und etwas an eine dreckige Version von John Tardy erinnert, erschaffen FUNERUS Death Metal, wie er seien sollte! Dreckig, schwer, dennoch irgendwie groovy und mit leicht rituellem Touch. Alleine das repetative Dogma des Titelsongs sagt alles aus. „Reduced To Sludge„!

Ausfälle gibt es auf dem Album keinen einzigen. Dafür ist die Hit-Dichte unglaublich hoch. Genannter Titeltrack und das finstere „E. Histolytica„, das drückende „Bedpan Commando“ oder das rohe „Leatherface„. Alles Übersongs, die sich tief in das Gehirn fressen und „Reduced To Slugde“ zu einem der herausragendsten Death Metal Alben aus dem kürzlich verblichenen Jahr 2011 machen. Doch durch seine rohe, dreckige Form dürften diese schmutzverkrusteten Perle wohl wenigen Underdogs vorbehalten bleiben. Fast schon ein Jammer. Aber eben nur fast….

Infos:
Ibex Moon Records – 22.11.2011
11 Lieder / 34:44 Min.

http://www.myspace.com/funerus
http://www.facebook.com/pages/Funerus/160352007328842
http://www.funerus.com
http://www.ibexmoonrecords.com/