Deadly Carnage – Sentiero II – Ceneri

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Eigentlich wollte ich das musikalische Spektrum vom NecroSlaughter einschränken und mich auf das wesentliche, Death Metal, konzentrieren. Doch kaum war dieser Vorsatz gefasst, kamen auch schon DEADLY CARNAGE mit einer Review-Anfrage daher. Ein kurzes Anchecken der Myspace-Seite ließ mit dem Song „Growth And New Gods“ ein gewisses Interesse erwachen. Vielschichtig und progressiv erinnert der Anfang des Liedes an die tschechischen Oblomov. Im Mittelpart könnten die sphärischen Shoegaze-Gitarren auch von Wolves In The Throne Room stammen. Wenn der Rest vom Album nur halb so interessant ist, könnte ich mich durchaus mit DEADY CARNAGE als regelmäßigen Gast in meiner Anlage anfreunden.

Doch leider habe ich mich von diesem wirklich außerordentlich guten Track, zu dem es auch ein Video auf Youtube gibt, etwas blenden lassen. Die gut vierzig Minuten von „Sentiero II – Ceneri“ sind eher durchwachsen. „Guilt Of Discipline“ und die beiden „Epitaph„-Teile sind durchschnittliche Black Metal Kost. Tendenziell eher melodisch als klirrend kalt und nicht sonderlich überzeugend. Atypischer sind die Ausbrüche in „Parallels„, das sehr stark im (Neo-)Folk fischt und mit klarem Gesang und progressiven Strukturen überrascht, aber sich leider auch nicht so ganz ins Gesamtbild fügt. Gänzlich neben der Kappe steht das abschließende „Ceneri„, das äußerst fragil und ruhig daherplätschert. Verdammt, der klare Gesang ist einfach zu weinerlich-pathetisch, selbst für (Neo-)Folk.

So hat mich „Growth And New Gods“ richtig in die irre geführt. „Sentiero II – Ceneri“ ist bestenfalls ein durchschnittliches Black Metal Album mit eher schlechten Ausfällen in den Folk. Wären doch nur mehr Tracks so cool wie der Lockvogel… So sind DEADLY CARNAGE aber leider gänzlich uninteressant.

Infos:
Eigenproduktion – August 2011
CD – 6 Lieder / 41:48 Min

http://www.facebook.com/DeadlyCarnage?ref=ts
http://www.deadlycarnage.altervista.org/
http://www.myspace.com/deadlycarnage