Corpsessed – The Dagger & the Chalice

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Irgendwie bin ich durch die Untiefen des Internets über den Promo-Clip zu „Altar Of Worms gestoßen. Das war wohl gegen Ende 2010 und seither bin ich dem düsteren, schweren Sound von CORPSESSED verfallen. Auf die entsprechende Release musste ich aber noch etwas warten. Erst im Mai 2011 hat sich Dark Descent der CD-Version angenommen, derweil Me Saco Un Ojo im Julie/August zusammen mit Dark Descent die Vinyl-Variante veröffentlicht hat. Unwesentlich später bekam ich dann meine Kopie über Detest Records. Ein Triumvirat. das bereits bei diversen Releases einen positiven Eindruck im Underground hinterlassen hat.

Im Endeffekt reiht sich „The Dagger & The Chalice“ in die Reihe hochqualitativer Veröffentlichungen von Dark Descent und Me Saco Un Ojo ein. Die gut 23 Minuten der EP sind düster, schwer und modrig. Fans von Purtenance, Demigod oder Inancation werden definitiv Gefallen an CORPSESSED finden.
Crypt Infester“ hat leichten Schweden-Beat, aber orientiert sich ansonsten eher an finnischer Dunkelheit. „Nameless Cult“ scheppert wie alte Incantation und der Titeltrack ist ein schneller, brachialer Brecher. Lediglich „Massgrave“ schwächelt in Anbetracht der restlichen Lieder etwas auf der EP. Doch im Vergleich zu vielen anderen Retro-Bands ist der Track immer noch mehr als ordentlich. Den besten Eindruck hinterlässt aber nach wie vor „Altar Of Worms„, das für mich kaufentscheident für „The Dagger & the Chalice“ war.

Optisch zeigt sich die Platte in Kongruenz zum Titel mit einer „Dolch“ und einer „Kelch“-Seite. Ein schmaler Beipackzettel enthält die Texte und Rahmeninformationen zur Scheibe. Insgesamt ist die Aufmachung wie auch das Artwork nichts Besonderes. Trotz okkultem Charm erinnert mich das Cover ein wenig an „Isolation“ von Harm’s Way.

Anfänglich war ich von „The Dagger & The Chalice“ gänzlich begeistert. Doch schnell verflog die Euphorie und es blieben durchaus gute Songs, aber auch etwas schwächere Momente, die diesen Einstand von CORPSESSED als vielversprechendes, erstes Lebenszeichen an die Fans von düsteren Death Metal finnischer Couleur hinterlassen. Ich persönlich bin nun auf das erste Full-Length gespannt.

Infos:
Dark Descent Records (Mai 2011/CD) – Me Saco Un Ojo (August 2011/LP)
MCD/MLP – 6 Lieder / 23:15 Min.

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