Dominus Xul – To The Glory Of The Ancient Ones

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Im chilenischen Untergrund tummeln sich DOMINUS XUL schon seit geraumer Zeit. Angefangen hat es 1992 noch unter dem simplen Namen Dominus, der zum Debüt-Album 1998 in DOMINUS XUL geändert wurde. Kurz darauf verstarb Sänger Danny Grave und die Band wurde zu Grabe getragen. In der Szene fand „The Primigeni Xul (I Condemned My Enemies)“ – so der Name des ersten und bis dahin einzigen Albums von DOMINUS XUL – großen Anklang unter den Fans von frühen Immolation und Incantation. An dieser Stelle muss ich gestehen, dass mir das Erstlingswerk noch nicht unter die Finger gekommen, und somit leider gänzlich unbekannt ist.

Glücklicherweise hat sich die Band 2010 wieder zusammen gefunden und präsentiert nun über Xtreem Music ihr zweites Album. Der Titel „To The Glory Of The Ancient Ones“ sagt definitiv schon alles aus. In verdammt bedrohlicher und finsterer Art werden hier acht unchristliche Rituale (plus Intro) präsentiert, die sowohl den Alten Entitäten wie auch der rohen und düsteren Schule benannter Immolation und Incantation huldigt. „The Ancient Initiator“ verfällt sogar gänzlich in den rituellen Charakter von Immolation, besonders in den schönen, tribalen Beats. „Burying The Holy Lies“ oder „Dethroning The False Father“ scheppern brutal und urtümlich aus den Boxen, erzeugen bei aller Brachialität aber immer noch schön schleimige, fast schon hypnotische Atmosphäre. Die etwas melodischeren, fast schon melancholischeren Momente aus „Time For The Ancient Ones“ oder „I Raise Lucifer“ erinnern gleichsam ein wenig an Desecresy aus Finnland. Doch am ehesten zeigt „Dethroning The False Father“ die unmittelbare Naschbarschaft von DOMINUS XUL. Irgendwo zwischen Incantation, Dead Congregation und Father Befouled.

Wo es „To The Glory Of The Ancient Ones“ vielleicht an Originalität fehlt, macht die dichte und verdammt bedrohliche Atmosphäre alles wieder wett! Danke große DOMINUS XUL, dass ihr wieder von den Toten auferstanden seid um eure unheiligen, akustischen Rituale dieser dem Verderben geweihten Welt zu offerieren. Bis Incantation mal endlich etwas neues auf die Latte kriegen, ist „To The Glory Of The Ancient Ones“ eine Pflichtveranstaltung für den modrigen Opferaltar!

[rating:5.5]

Infos:
Xtreem Music – 23.08.2011
CD – 9 Lieder / 40:05 Min.

http://www.myspace.com/dominusxuloficial
http://www.xtreemmusic.com/