Perversity – Ablaze

 , , , ,

Aus irgend einem Grund erinnert mich das Logo von PERVERSITY ein wenig an jenes der amerikanischen Disgorge. Dabei sind die Ähnlichkeiten wirklich nur marginal. Und von dieser eigentlich unbegründeten Assoziation sollte man sich auch nicht in die Irre führen lassen! Auch wenn die Slowaken Brutal Death Metal amerikanischer Machart spielen, haben sie mit Disgorge eher weniger gemein.

Ablaze„, das bereits vierte Full-Length der seit 1995 aktiven Truppe, huldigt eher der alten amerikanischen Schule. Und ist ein richtiger „Grower“. Also ein Album, das mit jedem Hören stärker wird. Anfänglich empfand ich die Scheibe als ganz nett. Das kann aber auch daran liegen, dass zu Beginn der gut 34 Minuten Spielzeit tendenziell eher der Suffocation-Einfluss von PERVERSITY überwiegt. Doch spätestens mit „Hailing The Thieves Of Souls“ ist die beißende Durftmarke früher Immolation nicht mehr zu leugnen und hebt das bisher auch schon gute Songmaterial auf ein außerordentliches Niveau.

Trotz der deutlichen Wurzeln im Death Metal der 1990er Jahre, ist „Ablaze“ aber alles andere als irgendein Album im angesagten Retro-Trend. Alleine der ultra-fiese Track „Devoted To Perdition“ zeugt vom Gegenteil. Zunächst langsam, mürbend und verdammt schwer, bricht spätestens der Wechsel in die Gravity-Blasts mit dem fräsenden, monotonen Lead die Nacken der Poser und Trendficker. Neben der dissonanten und unheilvollen Melodik setzt die kaputte Basslinie dem Song das i-Tüffelchen auf. Nicht minder mürbend ist die Gorguts-Huldigung zum Beginn von „Palace Of Skin„.
Und im abschließenden „Blood Of Hastur“ wird die Symbiose aus Suffocation-Riffs und Immolation-Leads in Perfektion dargeboten.

Zwischen geradliniger Brutalität, apokalyptischen Melodien und obskuren Songstrukturen haben PERVERSITY eine sehr kraftvolle, eigene Mischung gebraut. Dazu passt das sinistre und doch vergleichsweise detailreiche Coverartwork der CD. Das restliche Layout des Booklets überzeugt durch schlichten Minimalismus und stimmigen Golddruck, der das Gesamtpaket von anderen, lieblos und kostengünstig produzierten Releases abhebt.
Meine Empfehlung an die Verehrer früher Immolation, Gorguts und Suffocation.

[rating:4.5]

Infos:
Lavadome Productions – 2011
10 Lieder – 34:40 Min.

http://bandzone.cz/perversity
http://perversity.bandcamp.com/
http://www.perversityband.com/
https://www.facebook.com/perversityband
http://www.myspace.com/perversityband
http://www.lavadome.org/