Cemetary Rapist – The Smut Circus

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Schuld an allem hat Putrid Pile. Denn bevor Clay das erste Mal Shaun LaCanne gesehen hat, hat er weder Gitarre gespielt, noch einen Drum-Computer gesehen. So zumindest seine eigene Aussage im Interview mit dem Ingurgitated Decapitation Webzine.

Doch seither eifert er fleißig seinem Idol nach und veröffentlicht in beharrlicher Regelmäßigkeit seit 2004 fast jährlich mehrere Tonträger. Zuletzt kam die neue Full-Length „The Smut Circus“ via Rotten Roll Rex.

Aller Ambitionen zum Trotz: Bis Clay mit seiner One-Man-Show CEMETARY RAPIST annähernd an sein Idol Shaun und Putrid Pile rankommt, vergehen wohl noch ein paar tausend CEMETARY RAPIST Releases. Denn noch sind die Songstrukturen einfach wirr und wild aneinander geklatscht. Die Riffs sind stupide und langweilig. Und der Drum-Computer scheint auch nur Hypersupermegaspeed Blastbeats und fröhliches Polka zu kennen. Dafür versucht sich Clay in allerlei abartigen Exhale-Growls. Breee Breee, Frognoise und sonstiges Geblubber. Nicht sonderlich spannend, aber immer noch das abwechslungsreichste an „The Smut Circus„.

So funktioniert eigentlich jeder der 18 Track auf ähnliche Weise. Intro-Sample aus einem x-beliebigen Film, schnelles Geböller, Break, Slam-Groove, wieder Tonausschnitte aus einem Film, wirrer weiterer Slam-Death Part. Gähn, langweilig und Dank des Home-Recording-Sounds auch nicht mal sonderlich druckvoll. Wie soll Slam ohne Wumms dahinter bitte Slammen? Ne, ne, ne.

Absolute Lärm-Puristen, die wirklich von jeder Ein-Mann-Slam-Truppe etwas haben müssen, und sich auch nicht von dem infantil-perversen Cover-Artwork abschrecken lassen, können CEMETARY RAPIST gerne mal anhören. Jeder Mensch mit Geschmack oder Würde ignoriert diesen Release am besten.

[rating:1]

Infos:
Rotten Roll Rex – 2011
CD – 18 Lieder / 38:05 Min.

http://www.facebook.com/pages/Cemetery-Rapist/105991932808008
http://www.myspace.com/cornfieldslam
http://www.rottenroll.de