Defilement – Revel In Madness

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Mit viel Wohlwollen könnte man DEFILEMENT den Exotenbonus zuschieben. Die Band kommt aus Serbien und bringt damit ein wenig Licht in die dunklen Flecken meiner persönlichen Metal-Weltkarte. Mit zwei Demos und einer EP in ihrer bisherigen Statistik dürften sie aber nicht sonderlich großen Eindruck in der restlichen Welt hinterlassen haben.

Mit „Revel In Madness“ wird sich daran auch nicht viel ändern. Bereits das Cover ist genre-typisch. Oben Bandlogo, in der Mitte ein Zombie und unten Gedärme. Nett ist der Umstand, dass die Eingeweide handgezeichnet erscheinen und versuchen den Albumtitel zu formen. Insgesamt aber eine ziemlich ausgelutschte Geschichte, die ich aber eigentlich verzeihen könnte. Dafür wartet das Booklet mit allen Texten über acht Seiten auf. Heute keine Selbstverständlichkeit mehr, was ich an dieser Stelle positiv in die Gesamtwertung einfließen lasse!

Musikalisch hinterlassen DEFILEMENT dann aber leider genau das gleiche Bild, was sie bereits mit ihrem Coverartwork erschaffen haben. Simpler, stumpfer Death Metal. Größtenteils an der alten Schule aus Florida orientiert, erinnern viele einfache Riffs an alte Cannibal Corpse. Die kurzen Momente, die etwas nach Hate Eternal klingen, sind schnell vorbei und vergessen. Ebenso die Einflüsse von Suffocation und gewisse Slam-Grooves. Eher fallen dann doch die für Florida-Verhältnisse zu schnellen Blastbeats und Gravity-Blasts auf. Doch schnelles Drumming mach die Musik weder interessanter noch besser. Wo „Mindless And Aggressive“ noch gute und unterhaltsame Ansätze hat, rutscht das Album danach sehr schnell in das Mittelmaß und darunter ab. Lediglich „Mountains Of Flesh“ ist in den letzten zwei Dritteln von „Revel In Madness“ noch brauchbar. So Geschichten wie „Closure“ oder „Baptism Of A Deadborn“ sind schlicht und ergreifend ultra langweilig.

DEFILEMENT kompensieren ihre Inspirationslosikeit weder mit krassen Vocals noch mit derben Slams. Ein eventuelles Nieschenpublikum wird mit „Revel In Madness“ genau so wenig bedient, wie der klassische Florida-Fan. Denn dafür ist dieses Debütalbum schlichtweg zu profillos und langweilig. Dabei ist es aber auch nicht schlecht genug um es ordentlich zu zerreißen. Es ist lediglich ein Release unter einer Millionen.

[rating:2.5]

Infos:
Rebirth The Metal Productions – 2011
CD – 10 Lieder / 30:09 Min.

http://www.rebirththemetal.de.vu/
http://www.myspace.com/defilementofficial