Andabata – Corpse Grinding Machine

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Immer und immer wieder gibt es Bands, die so sehr althergebrachte Klischees auslutschen und mit hirnloser Stumpfheit auf ihren Instrumenten herumkloppen, dass der Death Metal bei vielen Leuten den Status von primitivem Geholze wohl nie verlieren wird. ANDABATA sind eine dieser Bands, denen man zurecht den Vorwurf der stumpfen Grobschlächtigkeit machen kann. Bereits der erste Eindruck von den typischen Promo-Fotos mit Sensen, dem schlechten CGI-Cover mit der „Fleischwolf und Leichenteile“-Thematik über die plakativen und stumpfen Texte hinterlässt kein sonderlich positives Bild.

Dabei obliegt der Band aus Nürnberg ein interessantes Konzept: Es gibt keine Gitarren. Auf „Corpse Grinding Machine“ spielen Sabine und Carsten noch als Duo, jeweils mit einem Bass bewaffnet. Doch wo Bands wie Cause For Effect oder Spasm gar keinen Bedarf an einem sechssaitigem Instrument haben, limitiert sich der musikalische Umfang von ANDABATA doch merklich. Richtiges Riffing sucht man eigentlich über einen langen Zeitraum auf dem Album vergeblich. Erst gegen Ende von „Corpse Grinding Machine“ traut sich das Duo schon mal aus dem absoluten Gebretter in langsamere Gefilde und erlaubt sich ganz zum Schluss sogar einige sehr melodische und auch prägnantere Ideen. Auch wen der Titeltrack „Corpse Grinding Machine“ immer noch sehr unstrukturiert ist, ist er aber mit den genannten Deviationen vom bis dahin gespielten Krach noch einer der besseren, wiedererkennbaren Songs.

Doch solche kleinen Lichtblicke retten weder Band noch das Album vor den zuvor begangenen, fatalen Fehlern! Wie gesagt, das Riffing ist simpel und stumpf. Auch wenn der Bass total hektisch geschreddert wird, wird aus schrammeligen drei Akkorden noch kein gutes Riff. Und nur weil es schnell ist, ist es noch lange kein Death Metal. Oft erinnert es eher an Thrash Metal/Thrashcore, der irgendwie in das Gesamtbild einer ultra-stumpfen Death-Grind Band gestopft wurde. Doch trotz der Minimalisierung an den Bässen, zeigt sich kaum eine klare Struktur in den Songaufbauten. Alles wirkt einfach irgendwie planlos drauf los gebolzt. Mit einem Drum-Computer fast schon eine respektable Leistung. Doch für den Hörer werden selbst die gerade mal um die 2,5 Minuten langen Lieder zu einer harten Geduldsprobe. Der Totalabsturz „Richter“ ist sogar ein richtiges Ärgernis!

Vierzehn Songs in knapp 42 Minuten. Fast eine dreiviertel Stunde langweiliger, stumpfer Plakativität. Uninspiriert und unstrukturiert. Für den Umstand, dass es bereits das vierte Album von ABANATA ist, ist das eine verdammt traurige Bilanz.

Update: Per eMail hat mich Drummer Carsten darauf hingewiesen, dass er bereits das Schlagzeug für „Corpse Grinding Machine“ eingespielt hat. Darum habe ich im Review den Satz mit dem Drum-Computer gestrichen. An dieser Stelle muss ich dann aber den verdammt künstlichen Sound des Schlagzeugs monieren, das sich sehr nach einem Konserven-Trommler anhört.

[rating:0.5]

Infos:
Eigenproduktion – 2011
CD – 14 Lieder / 41:48 Min.

http://www.andabata.de/
http://www.myspace.com/andabata