Vulgaroyal Bloodhill – Muerteatroz

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Ich verstehe das ja nicht. VULGAROYAL BLOODHILL kommen aus Japan. Doch scheinbar sind die Songtitel auf „Muerteatroz“ auf spanisch? Und auch das „Bandlogo“ verstehe ich nicht so richtig. Egal wie sehr ich es versuche, ich bekomme aus diesem Vogelschiss nicht so recht einen vernünftigen Buchstaben entziffert. Soll das VRBH heißen?

Was ich hingegen gut „verstehe“: VULGAROYAL BLOODHILL fahren total auf Goregrind und seine Stereotype ab! Obligatorische rotten.com-Bilder als „Artwork“ und 30 Lieder in 30 Minuten. Der Harmonizer blubbert zwar ordentlich, die Fakten sprechen aber eine deutliche Sprache.
Außerdem sind die Einflüsse der japanischen Perversos eindeutig erkennbar. Man hört deutlich die Basis Rompeprop. Einige düstere Momente könnten von Hymen Holocaust stammen. Satan’s Revenge On Mankind haben sicher auch nicht nur das Bandlogo beeinflusst. Gleiches gilt auch für Gut, mit denen man sich auch die Vorliebe für Tonschnippsel und Ultrakurz-Songs teilt.

Das ist leider auch schon der große Schwachpunkt an „Muerteatroz„. Viele Lieder haben mehr Intro als eigentlichen Song. Und einige Tracks erfüllen nicht mal den rudimentären Anspruch an ein vollständiges Lied. Die Stop’n Go-Nummer „Cortar Algo Con Los Dientes“ mit gerade mal 15 Sekunden wäre sogar einer Powerviolence Truppe etwas zu spärlich. Von den unter 10 sekündigen Ausfällen will ich hier gar nicht anfangen. Diese Mischung aus Krach und Intros wird dem Albumfluss schon ziemlich abträglich.

Eigentlich total schade! Denn VULGAROYAL BLOODHILL haben den Goregrind-Groove gut raus. Viele Songs laden schlicht zum Tanzen ein. Und dank einiger netter Ideen hebt man sich sogar von den genannten Paten latent ab. Zum Beispiel die etwas thrashigeren Riffs, deren Einfluss auch im Dark Angel „Cover“ gehuldigt wird. Doch ich höre an manchen Stellen auch eingängigen Punk und sogar ein wenig Birdflesh aus der Soundmasse, die dem verpratschtem Schädel des Covers schon ein wenig nacheifert.

Weniger wäre mehr gewesen. Wenn man die längeren Songs, die über eineinhalb Minuten Spieldauer haben, zusammenkratzt, wird aus „Muerteatroz“ eine spaßige Goregrind-EP mit ordentlichem Partypotential für das Fistfuck-Pit. So ist der langzeitige Unterhaltungsfaktor der Scheibe vergleichsweise gering…

[rating:3.5]

Infos:
Rotten Roll Rex – 2010
CD – 30 Lieder / 30:21 Min.

http://www.myspace.com/vulgaroyalbloodhill
http://rottenrollrex.de/