Harm – Demonic Alliance

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HARM machen es dem potentiellen Hörer vergleichsweise einfach. Das Coverartwork zu „Demonic Alliance“ spricht Bände und bereitet den interessierten Metaller gut auf das kommende vor. Voller Klischees zeigt das Bild eine Mischung aus Hinterwäldler und Werwolf – zumindest sieht es so für mich aus – schwer bewaffnet mit Gewehr, Ketten mit Fleischerhaken und der guten, alten Kettensäge, die der Maniac spätestens seit „Last House On The Left“ (das Original versteht sich) abgründig liebt. Schöner könnte der Butcher von Destruction auch seine Opfer nicht auseinander nehmen!

Hier kann man einen schönen Vergleich ziehen: „Demonic Alliance“ hat genau wie auch „Mad Butcher“ ein gezeichnetes Cover. Nur wurde beim aktuellen Release etwas mit Computer nachgeholfen. Auf die Musik bezogen heißt das: HARM machen pure fucking oldschool Thrash Metal – den man mit kräftigem Sound etwas aufgepeppt hat. Die Produktion ist ein schönes, kosmetisches Detail dieses Zweitwerks, das die gut 35 Minuten geschickt aufwertet. Besonders der geil scheppernde Bass hat es mir angetan!

Ohne diesen Wumms aus dem Studio wären HARM aber immer noch gut. Mit netten Einflüssen aus dem Death Metal und zackigem Tempo erinnern die Norweger gelegentlich an Defleshed. Und eine Hand voll guter Nummern wie „Bleeding Rust„, „Fuck The Fame“ oder das schmissige „Demon“ machen ordentlich Spaß.
Dennoch gibt es ab der Hälfte des Album einen kleinen Durchhänger, der lediglich durch die gute Produktion von der Masse an ähnlichen Bands abgehoben wird.

Als Kaufanreiz gibt es eine Bonus-DVD zu „Demonic Alliance„. Diese enthält den Clip zum Song „Demonic„, einmal in der geschnittenen Version und natürlich auch uncut. Doch wenn man bedenkt, dass die unzensierte Version auch auf Youtube verfügbar ist, mindert das ein wenig den Wert der Beilage. Das „Hintergrundmaterial“ mit langweiligen Fotos und unspektakulären Filmmaterial ist purer Crap.

Demonic Alliance“ ist kein überragendes Album. Doch es ist auch nicht schlecht. Ordentlich halten sich HARM trotz kleinerer Defizite über dem Durchschnitt und legen ein gutes Album hin. Wer seinen Death-Thrash schön in der Magengegend spüren will, darf gerne mal antesten. Weh tut es bestimmt nicht.

[rating:4]

Infos:
Battlegod Productions – 15.04.2011
CD – 9 Lieder / 35:31 Min.
Auf Amazon kaufen: CD

http://www.myspace.com/harmmetal
http://www.battlegod-productions.com/