Feral – Dragged To The Altar

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FERAL sind richtige Metaller! Lange Haare, speckige Jeans, dreckige Kutte und eine gewisse Affinität zu Friedhöfen und allem anderen morbiden Kram. Und FERAL haben deutlich „Soulless“ von Grave wie auch Unmengen Entombed gehört. Alles hervorragende Voraussetzungen, um einen kurzweiligen Soundtrack für klischeebelasteten Spaß im Wald und auf dem Friedhof zu kreieren!

Dragged To The Altar“ liefert genau das, was man von einer Hommage an die Frühneunziger des schwedischen Death Metal erwartet. Nicht mehr – aber auch nicht weniger! Denn dieses Debütalbum ist die pure Ansammlung von testosterongeschwängertem Metal: Dicke Riffs, viel Groove und Rhythmus und einen Arsch voll einsilbiger Refrains zum Mitsingen. Auch oder gerade im besoffenen Kopf.

Wenn man böswillig ist, könnte man „Dragged To The Altar“ sicher Ideenlosigkeit vorwerfen, eine gewisse Eindimensionalität unterstellen. Doch ist es keinesfalls schlimm, dass FERAL keine neuen Ideen bringen. Und es ist eigentlich auch zu keiner Zeit zu nervig, dass manche Gesangsstellen bis zum erbrechen wiederholt werden. Nein, im Gegenteil, die Songs fressen sich so nur noch besser im Gehirn fest, als sie es ohnehin schon durch die coolen Gitarren und Beats tun.

Gerade der Song „Judas„, der als dicker Stampfer vielleicht nicht die beste Nummer des Albums ist, bekommt einen gewissen Charme durch die Herangehensweise von FERAL.
Mit den coolen, und in der Reihenfolge auch abwechslungsreichen Nummern „Howling„, „The Deathbog“ und dem Titeltrack liefern FERAL aber direkt drei absolute Hits. Dem stehen auch die eröffnenden „Once Inside The Tomb“ und „Altar Of Necromancy“ in nichts nach. Lediglich gegen Ende des Albums geht ein bisschen die Luft verloren. Die Lieder sind zwar immer noch gut, können aber nicht an den hohen Unterhaltungsfaktor des ersten Drittels ranreichen.

Nichtsdestotrotz ist „Dragged To The Altar“ kurzweiliger und klischeetropfender Spaß für Freunde von groovigem Death Metal/Death’n Roll, der es mehrfach schafft, direkt ins Bein – und den Nacken – zu gehen.

[rating:4.5]

Infos:
Ibex Moon – 26.04.2011
CD – 11 Lieder / 46:26 Min.
Auf Amazon kaufen: CD, MP3

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