Krypts – Krypts (7″)

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Bereits das erste Demo von KRYPTS sorgte im Underground für Furore. Schnell wurde die junge, finnische Truppe zum Geheimtipp. Als eine der neuen Bands, die die modrige, alte Schule des Death Metals für sich entdeckt haben. Ihn authentisch und mit morbider Freude interpretieren. Und mit ihrer selbstbetitelten Single haben sie einen Hauch Friedhofsatem auf die Menschheit losgelassen, der ein angenehmes Brennen in den Augen hinterlässt.

KRYPTS spielen die landestypische Ausrichtung des Genres, die glücklicherweise weder groß aus dem Underground rausgekrochen ist, noch in aktuellen Revivals ausgelutscht wird. Die gut 12 Minuten der 7″ klingen nach Abhorrence die zusammen mit den Lead-Gitarren von Hooded Menance in einer schnieken Gruft einen drauf machen. Der latente Hang zum Doom(/Death) verleiht den Songs dabei sehr schmackhafte, weitere Fassetten. Beide Songs, „Descending Of Tormenting Darkness“ und „Putrified Into Nothingness“ starten richtig schwer und entwickeln sich in ihrem Verlauf logisch und nachvollziehbar zu schönen Hits. Wie auf einer Wendeltreppe in das Fegefeuer, bekommen KRYPTS immer mehr Fahrt und reißen den Hörer mit.
Die Zusammenarbeit zwischen Riffing und stellenweise melodischen Leads ist hervorragend. So archaisch die Musik zunächst anmutet, so ausgefeilt und zielsicher ist diese Kollaboration. Gerade in den eher Doom-orientierten Momenten werden böse Fallen für den Gehörgang aufgestellt, prägnante Themen mit hoher Eingängigkeit beschworen. Trotz ihrer Längen von jeweils über sechs Minuten sind die beiden Songs mit all ihren Teilen immer noch sehr direkt und nachvollziehbar.

So oldschool wie die Musik ist auch der Sound der Scheibe. Ein bisschen verwaschen, aber glücklicherweise noch mit guten Tiefen ist dieses Klangvergnügen wohl doch eher was für Leute, die hier die morbide Atmosphäre hinter dem Tonbild erkennen können. An Hi-Fi-Freaks werden sich KRYPTS eh nicht richten, sondern eher an die traditionsbewussten Metaller, die sowohl den alten Sound, wie auch den alten Spirit zu schätzen wissen. Warum sonst hätten sich Detest Records und Me Saco Un Ojo Records entschlossen, die Single nur auf Vinyl zu veröffentlichen? Und die geringe Auflage von gerade mal 700 Einheiten, davon 100 in weißem Wachs, richtet sich auch an eine überschaubare Zahl von Underdogs. Wer auf modrigen, alten Death Metal steht, sollte sich also ran halten und in Kontakt mit den Labels treten!

Keine Wertung bei einer Single mit nur zwei Liedern

Infos:
Detest Records / Me Saco Un Ojo Records / 2011
7″ Vinyl-Single – 2 Lieder / ~12 Minuten