Maim – Deceased To Exist

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„Gute Künstler kopieren, großartige Künstler stehlen“ – eines meiner liebsten Zitate von Picasso Banksy!

Und frei nach dieser Maxime ist „Deceased To Exist“ ein richtiger Leckerbissen an frühneunziger Death Metal geworden. Es ist egal, das über allen Songs der Platte ein schleimiger Film von Autopsy oder Repulsion haftet. Auch, dass MAIM an manchen Stellen dreist klauen, kommt ihrem zweiten Full-Length nur zu Gute!

Klingt das Eröffnungs-Riff des Titelsongs nicht wie „Death Metal Victory“ von Unleashed? Ist in „Purged Through Napalm“ nicht die Anfangs-Gitarre von Morbid Angels „Fall From Grace„? Höre ich in „Nuclear Funeral“ oder „Screams Of The Mutilated“ etwa ganz alte Slayer aus den Sechssaitern heraus? Könnte „Covent Death“ nicht von einer alten Entombed-Scheibe stammen?

Die Antwort ist jedes Mal: „Ja“! Und wisst ihr was? Es ist mir egal! Denn MAIM brettern einfach nur eine unglaublich wunderbare Huldigung der alten Schule des Death Metal herunter! Fans von Nihilist, Grave, Entombed werden hier ebenso bedient, wie Anhänger von Repulsion, Autopsy oder alten Morbid Angel. „Deceased To Exist“ wurde von Fans mit Hingabe für Fans gemacht.
MAIM schießen ihre Songs lässig aus der Hüfte und landen eine außerordentlich hohe Anzahl an Treffern! Egal, ob sie holpern, wie auf der Flucht vor den lebenden Untoten auf dem unebenen Friedhofsboden, oder sich zäh und schleimig vorwärts schleppen, wie besagte Ghoule.

Wer es dreckig und schnörkellos braucht, zäh und widerlich, wer bereits zu REPUKED’s „Pervertopia den Totentanz gemacht hat, kann „Deceased To Exist“ bedenkenlos kaufen und bei nächster Gelegenheit dem Friedhofswärter einen gehörigen Schrecken einjagen gehen.

[rating:5]

Infos:
Soulseller Records – 04.01.2011
CD/LP – 10 Lieder / 37:41 Min.