Preludium – Impending Hostility

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Da habe ich mich wohl ein wenig fehlleiten lassen! Durch gewisse Ähnlichkeiten zu dem Cover von De Profundis‚ „A Bleak Reflection“ habe ich auch bei PRELUDIUM tiefgründigen und pechschwarzen Doom/Death Metal erwartet. So recht konnte „Impeding Hostility“ diese Erwartung dann noch nicht erfüllen. Dennoch gibt es hier Death Metal mit Tendenzen zur Finsternis. Nur eben nicht so abgrundtief und nachhaltig. Trotz einiger sehr prägnanten Momente hinterlassen PRELUDIUM auf ihrem dritten Album keine sonderlich verheerende Schneise der Zerstörung in des Hörers Hirn. Eher kann man von Kollateralschäden sprechen.
Natürlich wird das Tempo straff im oberen Bereich gehalten, wie es sich für eine infernalische Truppe aus Polen gehört. Doch ist das Songmaterial an sich ein wenig – nunja – durchschnittlich. „Realm Of Void“ fängt stark an und lässt dann ab der Mitte stark nach. Mit „Desolation“ und „Hostile Area“ folgen dann weitere, eher belanglose Momente und gipfeln in „Bitter Cold“ sogar in zwanghaft modernen Stakkatos, die mir eher auf den Sack gehen, als gefallen. Doch dann kommt auf einmal ein deutlicher Hate Eternal Schlag in die Mucke und lässt gerade „Blessing Of War“ oder das richtig gute „Death Campaign“ positiv aus den 31 Minuten der Platte hervorstechen! Doch selbst wenn ich den catchy Opener „Legacy Of Destinations“ mit zu den besseren Nummern zähle, ist das unter dem Strich immer noch zu wenig, als dass „Impending Hostility“ zwischen den tausend anderen Veröffentlichungen heuer bestehen könnte.
Ich gebe noch mal ein paar Pluspunkte, weil PRELUDIUM zumindest die Tendenz Richtung sinistren Death Metal zeigen. Doch insgesamt bleibt die Geschichte immer noch im Durchschnitt.

[rating:3]

Infos:
Diabolical Conquest – 02.10.2010
CD – 9 Lieder / 31:32 Min.