Izegrim – Code Of Consequences

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Gänzlich neu in der Szene sind IZEGRIM nicht. Seit 1996 unterwegs haut die niederländische Death/Thrash-Formation nun Album Nummer drei in die Metalwelt. Dennoch ist das female-fronted Quartett mir bisher nicht unter die Nase gekommen. Könnte das vielleicht an dem dämlichen Namen liegen? Wer weiß, wer weiß? Aber Namen sind bekanntlich Schall und Rauch!

Doch nach ein paar Durchläufen von „Code Of Consequences“ stand für mich auch schnell fest: Ich habe nicht viel verpasst! Natürlich drängen sich – nicht zuletzt auf Grund der Sängerin – einige Vergleiche zu anderen Metalbands mit hohem Östrogenanteil hinter dem Mikro auf. Doch auch wenn kleine Momente den Hauch eines Wiedererkennens auslösen, für Arch Enemy ist der Krempel zu thrashig und für Holy Moses zu glatt. Da würde vielleicht schon eher Cripper als Vergleich passen, denn die etwaige, etwas modernere Interpretation des Thrash Metals ist bei beiden Truppen ähnlich gelagert. Nur eben, dass Cripper deutlich mehr Arsch treten!
IZEGRIM hingegen plätschert sehr oft vor sich hin und wirkt an anderen Stellen zu unentschlossen. Mit etwas mehr Komprimierung auf das wesentliche, hätte man aus „Code Of Consequences“ deutlich mehr rausholen können. Und noch einen Pluspunkt hätte es gegeben, wenn man sich nervtötende Stakkatos gespart hätte, die das eh schon langweilige „Final Farewell“ richtig nervig machen! Und mehr Nummern Richtung „Deathstrip“ und „Center Of Momentum“ würden IZEGRIM auch deutlich aus der Belanglosigkeit reißen!

So ist „Code Of Consequences“ leider nur ein weiteres, durchschnittliches Album, was niemanden wirklich wehtut. Am ehesten dürfte hier die Hauptklientel von Nuclear Blast noch ihren Spaß haben. Die prototypische Leserschaft vom NecroSlaughter wird sich hingegen ordentlich langweilen. *Gähn*

[rating:3]

Infos:
Listenable Records – 28.02.2011
CD – 10 Lieder / 43:37 Min.