Electro Toilet Syndrome – The Meathookers

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Ist das verdammt lang her, dass ich das letzte Mal ELECTRO TOILET SYNDROM gehört habe. Und das auch nicht ganz ohne Grund! Ich glaube, mein letzter bewusster Kontakt mit der Lärmtruppe war zu ihrer Split mit Vaginal Incest. Schon damals kristallisierte sich schnell raus: Meine Lieblingsband wird ELECTRO TOILET SYNDROM sicherlich nicht! Auch wenn ich der Kapelle damals einen gewissen, kurzweiligen Unterhaltungsfaktor zusprach.

Man wird aber auch älter und dem neuen Langeisen der Truppe, „The Meathookers„, kann ich persönlich eigentlich gar nichts abgewinnen. Im Endeffekt sind es die gleichen Geschichten, wie seinerzeit auf der besagten Split: Stumpfer Goregrind mit Drumcomputer und Harmonizer trifft auf Sound-Collagen, Funk, Punk, Surf, folkloristische Riffs, Drum’n Bass, spacige Sounds und Videospiel-Liebe. Alles wild durcheinander! Und alles mehr oder minder zu einem durchschnittliche Cocktail verquirlt, der für viele Leute reiner Nonsens sein wird.
Ich sehe ELECTRO TOILET SYNDROM da schon eher als Freigeister, die mit dem fast schon bezeichnenden „Asylum Art Association“ klar den Konsens ihres Schaffens umschreiben: Dada in Reinform! Und ganz so ernst nimmt die Truppe ihr Schaffen wohl selber nicht – hoffe ich zumindest! (;

Das ändert aber nichts daran, dass ich a) weder Geld für den Krempel ausgeben würde noch b) die CD in absehbarer Zukunft noch mal bloß in die Nähe meiner Anlage bringen werde!
Die Tetris-Interpretation „Bodypart T.E.T.R.I.S.“ wird zugegebenermaßen dennoch ab und an meine Playlisten zieren und ist sogar noch geiler als die Version von SCEX. Das tut aber am Gesamturteil so viel, die bekannte Zunge an der Wage. In diesem Fall ein Plus von 0.5 Punkten in der Gesamtwertung.

[rating:2.5]

Infos:
FDA Rekotz – 2011
CD – 14 Lieder / 36:17 Min.