Apostate – Trapped In A Sleep

 , , , ,

Vorsicht Leute! Wer sich durch die Genre-Einteilung Doom/Death Metal versucht sieht in APOSTATE eine ähnliche Band wie Hooded Menace, Krypts (Fin), Coffins (Jp) oder Druid Lord zu finden, wird mit „Trapped In A Sleep“ sicherlich bitter enttäuscht! Vielmehr versucht man sich ein einer biederen Interpretation von My Dying Bride oder Paradise Lost und erschafft allerhöchstens Schlaflieder für den enttäuschten Hörer!

Warum APOSTATE nun nach diversen Split-Ups wieder aus dem Grabe steigen mussten erschließt sich mir ebenso wenig, wie die Existenzberechtigung ihres Debütalbums „Trapped In A Sleep„, das schlussendlich 18 Jahre nach Bandgründung nun auch mal erscheinen „musste“. Diese fünfzig Minuten sind einfach nur grausame Langeweile auf Plastik gedrückt. Die Riffs sind poppig und erzeugen trotz Downtempo und einiger schweren Momente nie ein richtig abgründiges Feeling. Die Keyboard-Einlagen sind schlichtweg kitschig und der klare Gesang sowas von schlecht, dass dagegen Eisregens Klargesangversuche noch eine Chance bei DSDS im Proleten-TV hätten.
Wenn mich in meinen Träumen eine solche akustische Landschaft erwartet, ist „Trapped In A Sleep“ wirklich eine furchterregende Vorstellung! Bleibt mir fort mit diesem Mumpitz, ich lege mir nun noch mal De Profundis ein, die wesentlich härter, düsterer und böser in ihrer Musik arbeiten und ohne Pop-Appeal in den Melodielinien auskommen. Und anschließend muss ich mir vielleicht doch noch mal die Ohren mit Seife auswaschen, damit ich nicht doch mit APOSTATETrapped In A Sleep“ werde… *brrrrrr*

[rating:1]

Infos:
Black Art – 31.10.2010
CD – 7 Lieder / 51:36 Min.