Purgatory – Necromantaeon

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Was soll ich nun bitte großartig schreiben? PURGATORY sind eine feste Institution in der deutschen Death Metal Szene und überzeugen seit Jahren sowohl durch Beständigkeit, wie auch Kompromisslosigkeit und nicht zuletzt Qualität.

Und wer „Necromantaeon“ kauft, weiß eigentlich schon vorher was ihn erwartet: Böser, geradliniger und äußert brutaler oldschool Death Metal. Nicht mehr, aber auch nicht weniger! Wie auch schon auf den Vorgänger-Alben gibt es keine Ausfälle zu verzeichnen, sondern nur trendfreie und absolut wütende Brecher. Natürlich wieder mit dem ein oder anderen Moment, der an Vader erinnert und dieses Mal vielleicht gelegentlich an alte Morbid Angel. Besonders der Titeltrack und die dicke Walze „Downwards Into Unlight“ zeigen eine dezente Entwicklung bei der Band, die ansonsten stoisch ihren Stiefel fährt.
Im direkten Vergleich zu „Cultus Luciferi“ wirken die Lieder auf dem mittlerweile sechsten Album noch eine Nummer schwerer und böser, der Gesang weniger abwechslungsreich – dafür immer noch kernig und wütend. Doch sind das nur Nuancen, die dem treuen Fan nur bei genauem Hinhören auffallen. Und eben die kleinen Details, die die Steigerung zum Vorgänger ausmachen.

Nach Jahren der Beständigkeit wird es eigentlich langsam mal Zeit, dass PURGATORY etwas mehr Aufmerksamkeit bekommen. Darum sollte zumindest jeder Fan von kompromisslosen und aufrichtigem oldschool Death Metal in „Necromantaeon“ reinhören.

[rating:4.5]

Infos:
WarAntheme Records – 04.02.2011
CD – 9 Lieder / 32:38 Min.