Drug Honkey – Death Dub

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Wie viele Eltern reden sich täglich den Mund vor ihren Kindern fusselig, dass Drogen schlecht seien? Wie viele Kampagnen und Aufklärungsfilme wurden zu diesem Thema gemacht? Und nun die abschließende Frage: Was hat es genutzt? Nichts! Tja, verschwendete Liebesmühe würde ich mal sagen. Effektiver wäre es gewesen, wenn die Drogenbeauftragten und Eltern dieser Welt ihre Kinder einer krassen Schocktherapie unterziehen würden: Ihnen einfach mal die „Death Dub“ von DRUG HONKEY vorspielen! Und sollten die Kinder nicht verstört wirken, weiß man wenigstens, dass sie bereits den bösen Rauschmittelchen verfallen sind!

Denn was das chicagoer Quartett ist ziemlich abgedreht und experimentell drauf, machen schlichtweg Musik, die man wohl nur im Rauschzustand erzeugen, wie auch konsumieren kann. Irgendwo zwischen Noise, Ambient, Sludge, Doom, Drum’n Bass (zumindest in „Burundi„) lärmen DRUG HONKEY rum. Mal ziemlich spacig mit total abgedrehten Synthies und den wildesten Schreien in allen möglichen Tonlagen, dann mal eher Groovy mit doch recht verständlichen Vocals wie in der Ausnahme „China Black (Heroin: Part II)„, das einer Live-Aufnahme entsprungen scheint. Doch irgendwie suche ich den Death Metal vergebens, der mir immer wieder in der Bandbeschreibung versprochen wird.

Ich mache es kurz und schmerzlos: Wer sich so ein Zeug freiwillig anhört – am besten noch ohne Drogeneinfluss – dem gebührt mein größter Respekt! Denn ich kann diesem Lärm absolut nichts abgewinnen. Für mich klingt es so, als ob ein Mammut in einem Ufo umherfliegt und dabei Drones furzt. Umso fraglicher ist es für mich, warum Diabolical Conquest dieses ursprünglich 2008 in Eigenproduktion veröffentliche Album nun erneut auflegt. Doch es gibt Dinge in dieser Welt, die geschehen hinter unserem Verständnis. Und lassen sich wohl nur unter Opiaten erklären…

Keine Wertung bei einem Re-Release, obwohl es mir schon in den Fingern juckt…

Infos:
Eigenproduktion 2008 / Diabolical Conquest – 2010
CD – 8 Lieder / 41:16 Min.