Viral Load / Putrid Pile – Split-CD

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Relapse Records läd zum Kampf der Giganten und lässt dafür die wohl beiden bekanntesten Ein-Mann-Kapellen des Brutal Death Metal in den Ring steigen! In der linken Ecke steht Shawn Whitaker mit VIRAL LOAD mit einem Kampfwert von bisher vier veröffentlichten Full-Lengths seit 1996. Und in der rechten Ecke haben wir Shaun LaCanne und PUTRID PILE mit drei kompletten Alben seit dem ersten Demo 2001.
Gekämpft wird jeweils mit drei Liedern in ca. zehn Minuten lang.

Eröffnen darf VIRAL LOAD, wo man an der ein oder anderen Stelle schon Shawns markanten Stil erkennt, der auch seine andere „Band“ Insidious Decrepancy prägt. Doch in dem etwas angestaubten und doch recht dünnem Sound helfen auch sein Style und die Slam-Grooves nicht großartig weiter. Trotz netter Momente ist „Dog Food Lube“ eher 08/15 und hat langweilige Riffs. „Methlab Machete Massacre“ ist sowohl im Namen, wie auch der Musik deutlich stärker. Der finale Schlag „Cod Piece Face“ entfällt aus der Wertung, da es ein fast schon melodisches Cover von den mir bisher unbekannten Dead Horse ist und besonders anfänglich am stärksten die Defizite im Drumcomputer-Sound offenbart.

[rating:3.5]

Da holt PUTRID PILE hingegen direkt mit dem tödlichen Schlag aus! „The Satisfying Dead“ ist mit fettem Riffing, coolem Breakdown und einem adäquaten, sprich druckvollen Sound alleine den Kauf der kurzen Split vollkommen wert! Dank dickem Groove und der derben Stimme von Shaun wird dieser Killing Spree, wenngleich auch nicht so überragend wie im genannten Stück, in der restlichen Spielzeit locker fortgesetzt. Eigentlich sind „A Fitting End“ oder „Lifeless… Not Useless“ nur noch Kür. Denn schon nach dem ersten Song dieser CD-Hälfte liegt VIRAL LOAD nun in der Ringecke und süppelt Wasser aus der Schnabeltasse.

[rating:5]

Eigentlich haben sich beide Kontrahenten wacker geschlagen. Doch durch die Abzüge für den Coversong und den direkten Vergleich zur Abrissbirne von PUTRID PILE sieht VIRAL LOAD leider sehr alt aus. Fans des Genres werden aber dennoch Spaß an dieser Split-CD haben, die ich alleine für die letzten drei Songs bedenkenlos empfehlen kann!

Infos:
Relapse Records – 09.11.2010
Split-MCD – 6 Lieder / 19:04 Min.