Puteraeon – The Esoteric Order

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Nach drei Demos gibt’s nun endlich das lang’ erwartete Debut Album von der schwedischen Old School Knochenmühle PUTERAEON. Ganz sicher ist das hier kein Schnellschuss und Underground Verfechter der klassischen 90er Jahre Death Metal Schule dürften spätestens seit dem 2008er „The Requiem“ Demo auf diesen Release gewartet haben.
Hier die Fakten: Abgesehen von zwei neuen Tracks („Storm over Devil’s Reef“ und „Coma„, zu welchem es auch einen netten Clip im Netz gibt!) wurde für das Debut insgesamt 11 Tracks aus der Demophase aufgearbeitet. Da die Demos an sich PC Produktionen mit Drumcomputer waren bieten die neuen Versionen nun eben richtig Fleisch gemachte Death Metal Madness mit richtigem Drummer. Das Mix und Mastering wurde von Andy LaRoque (SONIC TRAIN Studios) gemacht und das Schöne an dem finalen Sound ist, dass „The Esoteric Order“ zwar rau, kernig und schwedisch klingt, aber andererseits auch wieder nicht typisch den klassischen Einheitssound hat. Die Leadgitarren sind auch schön freigelegt und obwohl man in PUTERAEON unzählige Vergleiche zu alten Genre Helden findet, ist es der Band dennoch gelungen eine Art beschwörendes böses Feeling in Ihre Tracks zu packen, welches nicht in einem „Bratz-Sound“ Inferno untergeht!!! Kalter Schauer und Horror (vor allem das Material vom dritten Demo!) vermischt sich in einigen total „bangerfreundlichen“ und groovigen Tracks! PUTERAEON setzen nicht ziellos auf Retrofeeling, sondern hier gibt’s auch ein paar richtig runde Songs wie „Graverobber“ oder die eingangs erwähnten zwei neuen Tracks bringen, welche das haben was ich in der heutigen Szene oft misse: Pures Death Metal Feeling und wichtiger noch Widererkennungswert!!! Kurzum facettenreiche Old School Madness und nicht zur das totale Brett.
Problem habe ich mit dem Coverartwork, welches mehr nach 80er Jahre low Budget Horrorkitsch aussieht und der dunklen Atmosphäre nicht ganz gerecht wird. Als „Die Hard“ Fan hätte ich mir für meinen Geschmack noch mehr neue Songs gewünscht, aber ich kann es verstehen, dass PUTERAEON nun endlich die Möglichkeit hatten das alte Material mit vorzeigbarem Sound zu produzieren, d.h. man darf gespannt auf mehr sein!
Fazit: Freunde von skandinavischem Death Metal der alten Schule haben hier Ihr erstes „MUST HAVE“ im Jahre 2011!!!

[rating:5]

Infos:
Cyclone Empire – 28.01.2011
CD – 13 Lieder / 54:13 min.
Gast-Review von Ralf Hauber (Mystical Music Fanzine)