Painful Defloration / Infectious Catheter Therapy – Split-CD

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Oh mein Gott! Was für ein schrilles Cover! Von den Farben, margenta und cyan, könnte man es glatt für einen Deathcore-Release halten. Doch wenigstens fällt dieses Stück Augenkrebs auf… Zur Aufklärung: Dies ist eine Grindcore-Kollaboration zwischen den ukrainischen PAINFUL DEFLORATION und den russischen INFECTIOUS CATHETER THERAPY, die auf dem belgischen Bloody Lips Records erschienen ist. Grindcore verbindet eben, haha!

Den Anfang der gut zwanzig Minuten Spielzeit übernehmen PAINFUL DEFLORATION, die Hardcore und Grindcore mischen und hier und dort auch mal gerne andere Elemente wie Slams und Breakdowns einfließen lassen. Leider kommen die Songs dadurch etwas unentschlossen und lieblos aus den Boxen. Hier wäre etwas mehr Geradlinigkeit nicht verkehrt und etwas weniger Einflüsse mehr gewesen. Auf nervige Breakdowns kann man getrost verzichten, die reißen „My First Dimness“ eigentlich nur runter. Und die stark auf Rhythmus und Mosh ausgelegten Hardcore-Part sind auch einfach nur langweilig.
Doch einen Glücksgriff haben PAINFUL DEFLORATION dennoch gelandet und hauen mit „The Pit And Hope“ den stärksten Track der Scheibe raus! Post-Hardcore der Marke Madcult trifft auf Grindcore, sehr fein!
Doch die Gesamtmenge ist eher unterdurchnittlich.
[rating:2.5]

Insgesamt schneiden INFECTIOUS CATHETER THERAPY da besser ab! Nach einem 8 Bit Castlemania-Intro rumpelt es schön aus der Leichenhalle mit dem geilen Titel „Damn, I Ate Half Of My Leg!„. Durch ordentlich Wumms im Sound groovt man stark wie Carcass zu „Reek Of Putrefaction“ durch die knapp neun Minuten Restzeit der Split. Dabei hat „Intestinal Swim“ wirklich einen schönen Gore-Vibe, wie auch die anderen Songs mit roher Stumpfheit überzeugen können. Abwechslung und Identität ist sicherlich anders, Spaß macht der russische Goregrind dennoch!
[rating:4]

Infos:
Bloody Lips Records – 2010
CD – 10 Lieder / 21:39 Min.