Harkonin – Detest

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Wie die Katze um den heißen Brei schleichen HARKONIN auf „Detest“ herum. Auf dem mittlerweile vierten Album der fünf Jungs aus Missouri kommen sie weder mit der Musik, noch in den Songs selber auf den Punkt.

Mal gibt man sich eher rockig, dann probiert man sich mehr im Thrash Metal und an anderer Stelle versucht man einen auf böse Black/Death Metal Band. Eine wirklich klare Linie gibt es nicht und dadurch klingt „Detest“ einfach nur inhomogen. Die seltenen guten Momente verschwinden plump hinter der Unentschlossenheit von HARKONIN. Und wenn die Band dann doch mal aus der manifestierten Uninspiration rauskommt und einige nette Ideen hat, müssen diese bis zur Trivialität künstlich in die Länge gezogen und entkräftigt werden! „The Slepper Has Awaken“ fängt nett an, verliert sich dann aber am Ende. Das etwas thrashige „Black Storm Jackals“ wird im anfänglichen Verlauf nett, doch am Ende einfach zu langgezogen und damit auch langweilig. Gleiches Schicksal erleidet dann auch „Exhauster Of Souls„, das auch mit Pseudio-Epik erträgt wird. Dabei kommen selbst die guten Ideen von HARKONIN leider nicht mal über das Attribut „nett“ hinaus! Die restlichen Lieder sind einfach nur austauschbar und uninspiriert banal.

Und zu allem Überfluss haben nicht nur die Songs im allgemeinen eine schmerzhafte länge von über fünf Minuten, nein, das gesamte „Detest„-Album ist ein langatmiger Klumpen Unentschlossenheit in kraftloser Produktion. Definitiv Finger weg!

[rating:2]

Infos:
Battlegod Productions – 20.08.2010
CD – 10 Lieder / 64:36 Min.