Fractured Insanity – Mass Awakeless

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Ein wenig haben FRACTURED INSANITY schon einen sprechenden Namen gewählt. Denn zum einen ist die belgische Brutal Death Metal Truppe wahnsinnig technisch und schnell, zum anderen aber auch musikalisch ein wenig zerklüfted… So steckt „Mass Awakeless„, ihre Debütalbum bei Xtreem Music voller guter Ideen, die aber leider nie bis zu Ende durchgehalten werden. Der quasi eröffnende Titeltrack („Echoes From Dispair“ ist nur ein cooles und kraftvolles Intro) hat einige melodische Anleihen, die in Kombination mit dem brutalen Death Metal etwas an Kronos (Fra) oder Gorod erinnern. Doch im Gegensatz zu den französischen Kollegen arbeiten FRACTURED INSANITY nicht ganz so mitreißend und eingängig. Durch die Geschwindigkeit, Technik und leichten orchestralen Elemente hat „Infecting The Blind“ ein wenig was von Fleshgod Apocalypse, doch hätte man den Song ruhig etwas straffen können. Auch „Forsaken Redemption“ hat deutlich positive Aspekte mit cooler oldschool Prägung in der Atmosphäre und ähnliche technischer Herangehensweise wie Decrepit Birth zur „… And Time Begins„. Nur gibt es hier das gleiche Problem, wie beim Debüt der neuen Tech-Death-Götter, der Song rauscht schon ordentlich am Hörer vorbei!
Wirklich schlimmer ist „Cataclystic Disruption„, das langweiliger 08/15 Brutal Death Metal ist und mit seinem penetranten Leadgitarren eher nervt als überzeugt! Gleichsam ist „Insanity’s Haze“ sehr unentschlossen, wechselt zwischen cool schleppend, leichtem Black Metal Touch und nervigen Stakkato-Breakdowns hin und her. Hier wird gutes Pulver verschossen! Da werden die modernen Rhythmus-Parts deutlich besser in „The Rise Of The Nameless Aeon“ verbaut, das gegen Ende leicht an das Rituelle von Nile erinnert.
Der Mehrwert der Instrumental-Stücke “ „Breed Of Nothingless“ (nur Klavier-Geklimper“) und „Towards Nihility And Annihilation“ für das Album ist sicherlich auch fraglich.

Ein paar gute Ideen und auf jeden Fall gute technische Fähigkeiten lassen FRACTURED INSANITY erkennen. Doch ist es hier genau wie mit Decrepit Births „… And Time Beginns„, noch ist das Material eben nicht ausgegoren und die Belgier müssen sich noch etwas mehr auf eine Marschrichtung einigen.

[rating:3.5]

Infos:
Xtreem Music – 01.08.2010
CD – 10 Lieder / 39:42 Min.