Father Befouled – Morbid Destitution Of Covenant

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Es gibt Dinge, die leben Jenseits des Lichts. Unbemerkt von der Welt fristen sie ein düsteres Dasein in Wut und Agonie. Sie leben in schimmligen Kellern und schleimigen Höhlen, der Abwesenheit von Licht. Die Menschheit straft sie mit Ablehnung, Unverständnis und Furcht. Eine dieser dreckigen Ausgeburten der Hässlichkeit ist FATHER BEFOULEDs „Morbid Destitution Of Covenant„. Trotz dem dicken Relapse Records im Rücken hat sich diese abscheuliche Veröffentlichung gut vor der Welt versteckt. Das ist vielleicht auch besser so, denn so manch Arme Seele könnte von der ranzigen Musik dieses Tonträgers schaden nehmen!

FATHER BEFOULED sind absolut wütend und fies! Ungehobelt wie der Mähdrescher im Streichelzoo prügeln sie sich auf archaische Art ihren Hass von der Seele, nur um sich dann in unmenschlichster Abart über die blutigen Kadaver herzumachen. Der krasse Kontrast zwischen unbändigem Geprügel und zäh schleppenden Downtempo, das aus den Boxen tropft, wie der Eiter und die Fäulnis von einer alten, gammligen Leiche, machen aus „Morbid Destitution Of Covenant“ ein düsteres Death Metal Album, das wohl lediglich den Freunden der absolut ranzigen Finsternis zusagen wird. Fans von Funebrarum, Desecresy oder Deteriot dürften ihre wahre Freude an FATHER BEFOULED haben, deren Mitglieder auch in Decrepitaph, Festered oder Encoffination ihre stechenden Geruchsnoten hinterlassen.
Wenn man sich von der widerlichen und rohen Atmosphäre von „Morbid Destitution Of Covenant“ einnehmen lässt, dann schaut man auch gerne darüber hinweg, dass die Songs alle doch ziemlich ähnlich sind, Struktur und das schleimige Riffing sich mehrfach auf dem Album wiederholt. Man sieht mehr das Album als Ganzes, sieht die beiden morbiden Instrumentalstücke genau so zugehörig zum Gesamtbild, wie das bedrohliche Intro und das sakrale Outro. Man liebt FATHER BEFOULED, wie eine Hillbilly Mutter ihr degeneriertes Mutantenkind aus Generationen des Inzests liebt und freut sich wie die Made über den Kadaver über dieses hässlich-schöne Zweitwerk!

Auch wenn hier sicher noch etwas Luft nach oben ist, hätte Relapse die Werbung für dieses räudigen Leckerbissens nicht so sträflich vernachlässigen dürfen! Pfui, aus, böses Label! Wer sich durch oben genannte Bands angesprochen fühlt, sollte schleunigst Band wie Album antesten!

[rating:4.5]

Infos:
Relapse Records – 14.09.2010
CD – 11 Lieder / 38:35 Min.