Deteriorot – The Faithless

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Basses, was ein Hassbrocken! „The Faithless“ ist wohl das widerlichste Album 2010! Unglaublich pessimistisch, düster und verdammt nochmal dreckig liefern DETERIOROT ihren nihilistischen Soundtrack für eine abgefuckte Welt. Freunde werden sich die vier Amis damit sicherlich nicht viele machen. Alleine der kaputte Gesang dürfte selbst so manch erprobten Metaller abschrecken, dagegen ist Chris Reifert auf der letzten Autopsy-EP noch ein richtiges Goldkehlchen.
Doch als kleine Referenz kann man Autopsy mit Sicherheit heranziehen, klingt „Into The Abyss Of Sorrow“ doch ein wenig danach. Aber auch eine heftigere und noch bösere Interpretation von Incantation/Immolation kann DETERIOROT nachgesagt werden, wie auch sicherlich der Einfluss von Abhorrence (Fin). Doch das Gesamtbild spottet jeder Beschreibung, wie auch allem Schönen an sich. So hasserfüllt und wütend, wie DETERIOROT vorgehen, verleihen sie dem Genre Death Metal neue, unheilvolle Bedeutung.

Minimalistische und äußerst infernalische Leads geben den mürbenden Hymnen an den Untergang immer wieder einen wiedererkennbaren Charakter, die kranken Vocals einen abartigen Charme. Man glaubt der Band bei „Alone And Cold“ sicher, dass sie absolut grimmig sind und alle Hoffnung für immer verloren haben! So finster wie eine wolkenbehangene Nacht bei Neumond – oder mein Montagmorgen-Kaffee – wird hier absoluter Hass und Verzweiflung in Töne gepackt. Ähnlich unheilvoll und mürbend ist „Restless Spirit“ oder auch „Beyond This Emptiness“ und eigentlich alle anderen Songs auf „The Faithless„. Einzige Ausnahme ist ein wenig das neu aufgenommene „The Ancient Beliefs“ und „The Bataan Death March„, die nicht ganz an das restliche Niveau ranreichen. Äußerst interessant ist hingegen das Sodom-Cover „Outbreak Of Evil„. So unglaublich schleimig, es ist eine wahre Freude!

The Faithless“ ist nichts für Leute mit Hoffnung oder mit Perspektive. Das Album ist auch nichts für Freunde der schönen Künste. DETERIOROT sind häßlich und düster. Und somit perfekt für Fans der oben genannten Incantation, Immolation, Autopsy und Abhorrence! Lasst euch vom Gesang nicht abschrecken, mit jedem Hören passt er besser in dieses akustische Inferno!

[rating:5.5]

Infos:
Xtreem Music – 06/2010
CD – 11 Lieder / 43:36 Min.