Bane – Chaos, Darkness & Emptiness

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Ihre erste Full-Length Veröffentlichung schreiben die serbischen BANE in drei Kapiteln: „Chaos“, „Darkness“ und „Emptiness“. Drei Themen, die seit jeher den Heavy Metal beschäftigen und die BANE nun versuchen musikalisch zu untermalen.

Doch ist die Umsetzung weniger glorreich als viel mehr durchschnittlich. Jedes Kapitel wird durch ein unglaublich unnützes und langweiliges Instrumental eröffnet (okay, „Emptiness“ wird mit einem solchen beendet). Ergo bleiben für jeden Teil der Geschichte zwei „richtige“ Lieder übrig, die aber auf „Chaos, Darkness & Emptiness“ im Gesamtbild sehr inhomogen ausfallen. Zu Beginn hört man einen deutlichen Dark Funeral-Schlag heraus. Im „Darkness“-Teil des Albums wird der Sound etwas druckvoller, was nicht zuletzt an dem verstärktem Death Metal Schlag in den beiden Songs „Abhorrence“ und „Plague Upon Yourself“ liegt. Leider verliert sich letztgenannter Song etwas in Langeweile, wenn man sich an Pseudo-Opeth versucht.
Gänzlich durchwachsen ist „Emptiness“. „Inherited Infection“ ist wieder mehr dem Black Metal zugetan, weniger druckvoll, dafür sehr melodisch und mit einem netten Hoffnungsschimmer. Das beste Stück der CD, das leider im krassen Kontrast zu „The Haunting Presence“ steht, dass weniger Heavy Metal als viel mehr seichte Klimperei auf der Akustik-Gitarre mit Growl-Gesang ist. Sicherlich hat man sich hier auch wieder an den ruhigeren Instrumental-Parts von Opeth orientiert, doch passiert bei den Schweden wesentlich mehr und deutlich interessanteres in den Songs. So ist „The Haunting Presence“ höchstens nett – wenn man Kuschelsex mit der übergewichtigen Möchtegern-Wicca vom Dorffest will!

Ursprünglich als Kooperation zwischen vier Labels erschienen (s.u.), bringt Abyss Records im Frühjahr 2011 die Digipak-Version der Scheibe raus. Auf dieser findet sich dann als Bonus noch das sehr gut umgesetzte Dark Funeral Cover „The Dawn No More Rises„.
Doch unter uns: Bisher sind BANE gerade mal durchschnittliche Ware und „Chaos, Darkness & Emptiness“ auf Grund der Knorpligkeit und nervigen Instrumentalstücke noch nicht mal das.

[rating:2.5]

Infos:
Werewolf Productionsb / Zero Budget Productions / Godeater Records / Grom Records – 15.10.2010
CD – 9 Lieder / 38:58 Min.
Abyss Records – Frühjahr 2010
Digipk – 10 Lieder / 42:17 Min.