Desecresy – Arches Of Entropy

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Unheilvoll und verbittert erscheinen DESECRESY auf der Bildfläche. Gerade mal 2009 gegründet ballte sich so viel Dunkelheit in dem Duo, dass man ohne Umwege über ein Demo direkt die pure animalische Wut in „Arches Of Entropy“ gesteckt hat. Bei der Veröffentlichung über Xtreem Music muss gleichsam der nukleare Winter über Europa ausgebrochen sein, mit seinen Epizentren in Spanien und Finnland!
Ganz im Stile finnischer Death Metal Bands wie Hooded Menace oder Abhorrence und mit düstrem Einschlag von Immolation und Incantation kochen DESECRESY in einem archaischen Ritual alle Bestandteile klein und reduzieren sie auf die Quintessenz des obskuren Death Metals!

Wesentlich roher und animalischer als alle genannten Bands entwickelt das neue finnische Duo eine bedrohliche Präsenz im und für den aktuellen Death Metal. Rituell zwischen treibendem Death Metal und mürbendem Downtempo wird den Mächten der Finsternis gehuldigt. Hypnotische Drei-Ton-Leads bezirzen zunächst den Hörer, mahnen ihn aber gleichermaßen an das unheilvolle Ende. Denn DESECRESY sind böse. Absolut böse! Hier stammt sowohl der modrige Groove vom Deibel selber, wie auch die morbiden Melodien und das tiefe Geröchel. Und gerade weil diese gottlose Darbietung so unglaublich roh und ursprünglich ist, ist sie auch unglaublich kraftvoll und mitreißend. „Arches Of Entropy“ ist voller eingängiger wie gleichsam abscheuliche-dreckiger Hits, die einem beim Anhören den Schimmel an die Tapette und den Modergeruch in die Nase prügeln. Solange bis nur noch fein gemahlener Matsch vom Gesicht übrig ist. Und dafür brauchen DESECRESY weder Blastbeats, komplizierten Riffs noch moderne Spielerein.

Viele Leute werden „Arches Of Entropy“ sicher nicht mögen. DESECRESY sind ungemütlich. Sie spielen vielleicht nach der alten Schule, aber definitiv anders als andere Retro-Bands. Sie kochen ihr eigenes Süppchen aus den makabren Zutaten und klingen dabei genau so, wie Death Metal klingen sollte! Der Konsum der Scheibe in muffigen, dunklen Kellerräumen dürfte fatale Folgen haben…

[rating:6]

Infos:
Xtreem Music – November 2010
CD – 10 Lieder / 44:18