Non Opus Dei – Eternal Circle

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Wow! Selten hatte ich ein so belangloses Album, dass mir nicht mal eine schlechte Einleitung für die zugehörige Kritik eingefallen ist! Dabei sind NON OPUS DEI nicht wirklich schlecht! Zumindest ihre Instrumente beherrschen sie. Oder sie wissen einfach, wie man sie durch Nachbearbeitung könnerhaft in Szene setzt. Denn „Eternal Circle“ klingt einfach nur klinisch, es fehlt an sämtlichen Emotionen. Da muss ich nicht sonderlich erwähnen, dass Snare und Bassdrum am Schlagzeug wie eine Industrienähmaschine getriggert wurden, oder?
Auch wenn Black Metal eine kalte Musikrichtung ist, ist sie aber nicht seelenlos! Aber gerade diese Seele kommt mir ein bisschen auf Grund der absolut fleischlosen Produktion ein wenig zu kurz. Sicher, ein paar Momente schaffen NON OPUS DEI die Raumtemperatur gefühlt um ein bis zwei Grad fallen zu lassen. Doch irgendwie fröstelt’s den Hörer nie wirklich. Dafür rast die Band einfach zu schnell durch die Songs. So schnell, dass manche Passagen auch von Mastabah hätten stammen können. Entsprechend sind viele Nummern auch einfach nur langweilig! Wie „Dark Nebula„. Husch, da rauscht der Song am Hörer vorbei, wie der Thalys am Bahnsteig. Bleibender Eindruck von „Eternal Circle„? Nun, der ist gering. Das erste Riff bleibt genau so viel im Gehör haften, wie das nette, und ausnahmsweise mal kühle „Death Hussar Legions„. Und auch der Umstand, dass „Until The Wheel Stops“ etwas wütender als die restlichen Nummern klingt, mag dem ambitionierten Metaller vor den Boxen auffallen. Der Rest des Albums brettert aber so sehr durch’s untere Mittelfeld, wie der Presslufthammer durch den Asphalt vor meiner Haustüre. Wenn ich morgends durch die Baustelle geweckt werde, denke ich nun wohl, ich hätte „Eternal Circle“ laufen. Wenigstens ein bleibender Eindruck, den NON OPUS DEI hinterlassen – bis die Baustelle endlich mal weg ist!

[rating:3]

Infos:
Witching Hour Productions – 15.09.2010
CD – 9 Lieder / 31:55 Min.