Moon – Lucifer’s Horns

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„Knüppel aus dem Sack!“ Oder etwas in der Art muss sich Cezar von Christ Agony gedacht haben, als er nach 10 Jahren Pause noch mal seine Kapelle MOON aus der Versenkung geholt hat. Dem ein oder andere mag die Kapelle vielleicht noch als ehemalige Spielwiese des leider verstorbenen Docs (RIP! u.a. Vader, Dies Irae) bekannt sein.

Um aber noch mal auf meine Einleitung zurück zu kommen, auf „Lucifer’s Horns“ gehen MOON ziemlich ungehobelt vor! Die sehr rohe Mischung zwischen viel Black Metal und etwas Death Metal hat unangenehm viele Ecken und Kanten. Oft kommen die Songs nicht richtig auf den Punkt oder langweilen durch ihre Eindimensionalität. Richtige Atmosphäre kommt nur selten auf und wenn man mal brutaler sein will, wirkt die Geschichte, wie in „Deamon’s Heart„, mehr chaotisch und hektisch, denn hart. Doch gerade dem Rausschmeißer der Scheibe muss ich gleichzeitig einen gewissen ruppigen Charme zugestehen. Und auch an anderen Stellen räume ich MOON ein paar Glücksgriffe ein: „The Book Of Fire“ hat nette Ansätze in Atmosphäre und Riffing, ebenso wie „The Semen Of Ye Old One“ oder der nette Schwarzwurzel-Part am Ende von „Confined In Heaven„.

Doch leider bleiben diese wenigen Momente Ausnahmen auf „Lucifer’s Horns„, dass mit seiner knappen dreiviertel Stunde Spielzeit eher ermüdet, denn mitreißt.

[rating:2]

Infos:
Witching Hour Productions – 15.09.2010
CD/LP/DigiPak – 11 Lieder / 42:32