Cliteater – The Great Southern Clitkill

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Zwei Dinge muss man CLITEATER lassen: Erstens bieten sie stumpfsinnige, aber kurzweilige Unterhaltung und zweitens halten sie ihr Niveau konstant! Ob nun eine dieser beiden Eigenschaften positiv zu verstehen ist, muss wohl jeder für sich entscheiden…
Aber irgendwo ist diese stoische Konsequenz schon sehr sympatisch. Seien es die Albumtitel, die sich immerzu an Klassikern des Heavy Metal orientieren, diesmal wird der „Great Southern Trendkill“ von Pantera verarscht. Oder die durchweg kruden Wortspiele in den Liednamen wie „Gruntlichkeit„, „Saturday Night Beaver„, „In Diana Jones„, „Daryl Rhea“ (nebenbei, Daryl hieß unser Kater, als wir ihn aus dem Tierheim holten. Die Parallelen sind nicht von der Hand zu weisen, was aber sicher auch an seiner Affinität zu gesalzenen Erdnüssen liegt…). Oder simpel, dass CLITEATER seit „Clit’Em All“ immer gleich klingen. Mancher Band würde ich an dieser Stelle Stagnation vorwerfen. Doch in diesem Fall wäre es schon fast verwerflich, wenn die perversen Niederländer ihren Stil ändern würden! Es ist egal, dass die Songstrukturen dem Schema „F“ unterliegen! Es ist egal, dass Joost ziemlich monoton blubbert und bei Inhume wesentlich interessanter klingt. Es ist egal, dass das aktuelle Album wie das Debüt klingt! Wir wollen doch passend zu anzüglichen Songnamen Musik, die entweder simpel groovt oder catchy metzelt! Wir wollen doch partytaugliche Saufhits und tanzbare Moshgranaten! Und diese liefern CLITEATER auf „The Great Southern Clitkill“ wiedermal zu Hauf!
Ja, die Songs ähneln sich so sehr auf dieser CD, wie auch über die anderen Alben hinweg, aber sie machen auch gleichsam Spaß! Ich freue mich auf den nächsten Liveauftritt von CLITEATER, denn dann geht mit Sicherheit wieder die Luzi!

[rating:4]

Infos:
War Antheme Records – 15.10.2010
CD – 17 Lieder / 32:46 Min.