Autopsy – The Tomb Within

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ABSCESS sind kapott, es leben AUTOPSY! Und um der Welt zu zeigen, dass man immer noch keinen Trends hinterhereilt, im Alter immer noch – oder gerade erst – richtig räudig, dreckig und absolut Punk sein kann, kommt nun die EP „The Tomb Within“ als Vorgeschmack auf das kommende Full-Length!

Und der Fan bekommt genau das, was er nach „Shitfun“ oder „Mental Funeral“ erwartet, es ist, als ob die 15 Jahre Pause nicht wirklich existiert hätten: Die Musik ist dreckig! Irgendwo zwischen Doom und Death mit deutlichen Wurzeln im Punk rotzen AUTOPSY einfach so aus der Hüfte obskure Riffs, böse Grooves und mürbende Downtempi. Über allem thront Reiferts verrottetes Organ. Vielleicht sogar schon eine Nummer zu vergammelt, denn sein übles Gebrüll steht sehr im Vordergrund und ist wirklich sowas von Fuck-Off, dass es mich fast schon wunder, dass „The Tomb Within“ auf einem Label rauskommt! Dafür sind die muffigen Melodien und exzelenten Soli auf der anderen Seite wieder so herausragend geil, dass man es kaum beschreiben kann!

Auf der EP sind sicherlich nicht die besten AUTOPSY-Nummern. Hat der Reifert in einem Interview nicht sogar zugegeben, dass die guten Songs für die kommende CD aufgehoben wurden? Ist aber auch egal! „My Corpse Shall Rise“ oder „Seven Skulls“ alleine rechtfertigen den Kauf dieser 20 Minuten oldschool rotting Madness! Denn die anderen Songs stehen diesen morbiden Krachern nur wenig nach und sind sicherlich ein gefundenes Fressen für die ranzigen Gorehounds dort draußen!
Doch eine Warnung an die Generation Deathpop: AUTOPSY sind pure fucking low fidelity! You have been warned!

[rating:5]

Infos:
Peaceville Records – 21.09.2010
MCD – 5 Lieder / 20:01 Min.