Unholy Lust – Taste The Sin Through The Fire

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Bereit für eine kleine Zeitreise? Schnallt euch an, denn mit UNHOLY LUSTs „Taste Then Sin Through The Fire“ geht es für gut 40 Minuten zurück in die tiefen 80er, als der Metaller noch böse war und so viele Nieten am Leib hatte, wie die dürren Ärmchen tragen konnten. Wo Genregrenzen nicht bestanden haben, Death, Black, Thrash, Speed, egal, wir machen/hören/LIEBEN Heavy Metal! UND: Dieser Heavy Metal ist satanisch, so wie Gott ihn (nicht) gewollt hat! ARGH!

Natürlich klingt diese Einleitung nach ewig gestrigem Pathos, aber genau so oldschool klingt nun mal das Debütalbum von UNHOLY LUST! Venom, Possessed, Slayer, Warhammer, alles in einem Topf und gut einkochen lassen – schon hat man „Taste The Sin Through The Fire„. Hier wird Quintessenze an alter, blasphemischer Schule gezeigt. Death/Thrash Metal trifft auf ordentlich angeschwärzten Gesang, trifft auf absolut authentische Spielfreude!
Trotz fast zügelloser Energie sind die Songs nie selbstverliebt, sondern sind immer funktional gehalten. Von punkig, geradlinig und fast schon simpel (dafür aber unglaublich effektiv), bis genial verschachtelt mit exessiven Soli und genialen Breaks wird dem Hörer eine breite Palette geboten, dass in der gesamten Spielzeit keine Langeweile aufkommen kann! Neben der richtig dreckigen und mitreißenden Attitüde ist die wohl stärkste Seite der Jungs: Die intensiven, fast schon übereifrigen Soli, immer hervorragend, oft im schönen Slayer-Style-Wechsel zwischen den beiden Gitarristen Alvaro und Franco, und NIE als unnötige Selbstdarstellung der beiden Saitenhexer!

Scheinbar haben UNHOLY LUST alles richtig gemacht! Ihr Einstand bei Bloodharvest wimmelt vor geilen Hits, hat ebensoviele simple Partynummern für das nächste Pit of Zombies und zeigt sich selbst in dem kleinsten Detail von der besten Seite: Auf „Taste The Sin Through The Fire“ ist das wohl beste Intro, was ich seit langem gehört habe! Das ist pure fucking Heavy Metal, genau das richtige zum Moshen, Biertrinken und nostalgisch werden!

[rating:5]

Infos:
Bloodharvest Records – 2010
CD – 13 Lieder / 40:33 Min.