The Way Of Purity – Crosscore

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Ätschibätsch, da wurde aber der ein oder andere mit Sicherheit gut hinter’s Licht geführt! Wenn ich mir das Logo von THE WAY OF PURITY anschaue und dann das blutige Cover des Debüts „Crosscore“ betrachte, würde ich schon irgendwo Death Metal erwarten. Doch mit dieser Stilistik hat die schwedische Kapelle, die sich hinter Sturmhauben und Pseudonymen versteckt nicht viel zu tun! Eher erinnert diese Maskerade von THE WAY OF PURITY an die Jungs von Slipknot, die sicherlich auch für die ein oder anderen Stakkatos auf „Crosscore“ Pate standen.
Andere Einflüsse sind vielleicht Kittie, sowohl in den modernen Hardcore-Gitarren, wie stellenweise auch im Gesang. Der klare Frauengesang in „The Rise Of Noah“ oder „Pure“ lässt zumindest diese Unterstellung naheliegend erscheinen. Im Gegensatz zu Kittie verfolgen THE WAY OF PURITY aber nicht wirklich eine klare Linie! Auf „Crosscore“ wirken einige Bausteine ziemlich inhomogen. Klarer Gesang, der nur halb mit den Blastbeats zusammenpasst, ziemlich rudimentäre Leads, die funktional ein nette Atmosphäre andeuten, aber dann von Breakdowns zerdroschen werden und die Ambivalenz zwischen dicker-Hose-Riffung und total rudimentären Punk-Geschrammel wie in „Loyal Breakdown Of Souls„. Zugegeben, manche archaische Konstrukte wie „Deathwish“ funktionieren ansatzweise und auch der Kittie-Klonsong ist ganz nett. Doch in Totaliltät sind THE WAY OF PURITY viel zu unausgegoren, weder Fisch noch Fleisch. Für Metalcore sicherlich zu archaisch und durchwachsen, für Death Metal einfach zu wenig auf den Punkt gebracht, lasch und trendig.
Mein Tipp: Pfoten weg! Das beste an der Platte ist eigentlich, dass sie nach knapp 29 Minuten auch schon wieder aufhört!

[rating:1]

Infos:
Worm Hole Death – 22.04.2010
CD – 10 Lieder / 29:12 Min.