Obscure Infinity – Dawn Of Winter


Das ist mal ein verheißungsvolles Gesamtpaket: Obskurer, alter Death Metal von den jungen OBSCURE INFINITY, der über Obscure Domain veröffentlicht wird. Doch eigentlich umschreibt diese Konstellation wie Arsch auf Eimer, was den Hörer auf „Dawn Of Winter„, dem ersten Full-Length der 2007 gegründeten Kapelle aus dem Westerwald erwartet: Death Metal, so alt wie das Böse selber – oder zumindest so gespielt, als ob er von anno Tobac wäre (;
So unspektakulär die Innovationen von OBSCURE INFINITY sind, so spektakulär ist aber die Umsetzung als solches! Die Songs triefen vor düsteren, obskuren und doch griffigen und teilweise sehr melodischen Riffs! Die Songstrukturen sind abwechslungsreich und doch immerzu nachvollziehbar, sowohl Stimmung wie Brutalität kommt niemals zu kurz!
Everlasting Fire“ bleibt trotz seiner epischen Dimensionen gut im Gehört kleben und zündet ziemlich direkt. „Incinerator“ ist ein Groove-Monster, das dennoch brutale Blastbeats bietet und „In The Depth Of Below“ ist nicht nur vom Namen her düster und tief. Gleichsam ist das Titelstück der Scheibe in seiner Vielschichtigkeit eine Referrenznummer auf „Dawn Of Winter„.
Für ein Debütalbum einer jungen Band hauen OBSCURE INFINITY richtig hohes Niveau mit Tiefgang hin, von dem so einige Bands sich noch eine Scheibe abschneiden können! Sicher, hier und da sind noch ein paar Schwachstellen in den Songs oder der Produktion. Doch gerade diese machen „Dawn Of Winter“ so unglaublich sympathisch zwischen all den modernen, polierten Barbiepüppchen! Wer auf Bloody Sign oder Funebrarum steht, sollte sich umgehend an den Kollegen Hacker von Obscure Domain wenden und dieses Teil ordern!

[rating:5.5]

Infos:
Obscure Domain – August 2010
CD – 11 Lieder / 46:05 Min.