Bastard Priest – Under The Hammer Of Destruction

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Da liebt aber jemand die alte Schule, triefend vor Klischees! Das Cover könnte aus den späten 80ern stammen, Albumtitel und Songnamen wie „Merciless Insane Death“ sprechen eine so deutliche Sprache: Hier regiert König Oldschool, „Under The Hammer Of Destruction“ klingt schon fast so altbacken, dass die Punk-Wurzeln der ersten Death Metal-Welle deutlich durchscheinen. Und gerade die punkigeren Songs stehen dem Duo hinter BASTARD PRIEST gut zu Gesicht! „Power Of Death“ oder „From Beyond“ rocken richtig die Hütte!
An anderen Stellen hingegen klingt diese doch ziemlich rudimentäre Interpretation des alten Todesstahls aber dann doch nur wie eine ausgelutschte, stumpfe Variante von Master. So mag es für den Hörer doch schwierig sein, in „Under The Hammer Of Destruction“ reinzukommen, die schwächsten Songs der Scheibe präsentieren sich unvorteilhaft am Beginn der CD.
Und ironischer Weise sind die besseren Lieder auf diesem Debüt und Labeleinstand bei Pulverized Records (wo auch sonst? – okay, vielleicht bei Ibex Moon, haha!) vom Demo „Merciless Insane Death„. Natürlich neu eingespielt, damit auch die alten Fans der Truppe einen neuen Kaufanreiz haben!
Als Bonustrack und um noch mal die Liebe zum Crust-Punk zu zeigen, gibt es noch ein ordentliches Bombanfall-Cover. Lecker, lecker!
Für den rumpligen Appetit auf räudigen Krach zwischendurch geht „Under The Hammer Of Destruction“ durchaus in Ordnung! Aber dann bitte auch nur mit Kutte und Nieten genießen! Wer etwas Tiefgang oder einfach nur Riffs jenseits der drei Akkorde will, sollte sich doch woanders umsehen…

[rating:3.5]

Infos:
Pulverized Records (CD) / Blood Harvest (LP) – 16.08.2010
CD/LP – 11 Lieder / 32:57 Min.