The Autumn Offering – The Autumn Offering

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Dabei hat es doch so gut angefangen! Nein, nicht der erste Eindruck, denn THE AUTUMN OFFERING mit ihrem selbstbetitelten Album erwecken, denn das Cover erinnert mich optisch doch ein bisschen an all die trendigen T-Shirts aus dem EMP-Katalog, die heute so hip sind.
Entsprechend positiv war aber dann der erste Höreindruck, wenn nach einem an und für sich nutzlosem Intro „Synapse“ direkt brutal aus den Boxen brettert. Zugegeben, Brutalität ist relativ zu sehen, gerade wenn Haupteinflüsse der melodische Death Metal sind, aber dicke Riffs und Blastbeats waren schon ein kleiner Kontrast zu meinen Erwartungen. Und das ist nun der besagte, gute Anfang, den ich zu Beginn des Reviews erwähnte! Mit „Born Dead“ wird das Niveau gleichsam gehalten um mit „Exhale The Locust“ einen richtig eingängigen, epischen Hit zu landen. Ein richtig guter Song, der aber auch schon das drohende Ende andeutet: Hier kommen zum ersten Mal dicke Metalcore-Elemente auf „The Autumn Offering“ zum Einsatz. Anfänglich werden diese homöopatisch verwendet. Die Breakdowns sind eher dezent, der klare Gesang wohl dosiert und die Gitarren doch mehr im Metal als im Hardcore zuhause. Doch schleichend kommt immer mehr angesagte Scheiße in die Songs, das Riffing in „Hessian Blade“ geht schon deutlicher in den Metalcore. Und auch die Keyboards, die nun einsetzen, verheißen nichts gutes, die Qualität der Lieder nimmt rapide ab. Ein letztes Aufbegehren gibt es nochmal kurz in „Amon Wolves„, das gegen Ende aber auch wieder deutliches Popappeal zeigen muss. „Myriad Black“ ist dann das Ying zum Yang des Anfangs. Wo alles mit Melodic Death Metal begonnen hat, endet es mit typischen Breakdowns, trendigen Klargesang und nervigen Keyboards. Sorry, Chance vertan, trotz sehr guter Ideen im Death Metal Anteil verkackt THE AUTUMN OFFERING doch in ihrer Girly-Tauglichkeit.

[rating:2.5]

Infos:
Victory Records – 27.08.2010
CD – 11 Lieder / 37:03 Min.