Sound Of Detestation – Ge Fan I Vara Liv

 , , ,

Bereits mit ihrem selbstbetitelten Debütalbum haben SOUND OF DETESTATION eine deutliche Marke hinterlassen und entsprechend war ich erfreut, dass nun endlich das Nachfolgewerk mit Namen „Ge Fan I Vara Liv“ erschienen ist! Wieder über das australische Grindhead Records böllert die schwedische Grindcombo abermals durch eine Spielzeit von gerade mal etwas über 25 Minuten – und schimpft das dann auch noch „Full-Length“… Aber So intensiv, wie die Musik von SOUND OF DETESTATION ist, ist die kürzere Spielzeit wohl auch besser für die Gesundheit des Hörers!

Wie bereits beim „Sound Of Detestation„-Album von 2007 sind die Parallelen zu den Landsleuten Afgrund (zum ersten Album/Split) nicht zu leugnen. Zum einen in der düsteren, crustbetonten Herangehensweise, wie auch in der ganzheitlichen Entwicklung der Band. Im direkten Vergleich sind SOUND OF DETESTATION nämlich ähnlich wie die „Vid Helvetets Grindar“ etwas vom ursprünglichen Sound entfernt. Doch auch wenn „Ge Fan I Vara Liv“ nicht mehr ganz so ungestüm auf die Fresse geht, sind die guten Trademarks immer noch erhalten: Angepisster Gesang, düstere und verzweifelte Gitarren und mörderisches Drumming!
Man experimentiert nun aber etwas mehr und traut sich auch mal eine Neurosis-mäßige Nummer wie „Misery“ einzuschieben oder generell mal richtig böse, schwere Downtempo-Passagen zu verwenden. Und auch wenn an manchen Stellen immer noch Nasum oder Rotten Sound durchblitzen, haben SOUND OF DETESTATION langsam aber sicher ihre eigene Linie herausgearbeitet. Mit großartigen Nummern wie „Volition„, „Circumstances„, „Anti Work„, „New Day“ oder, oder, oder… liefert die Truppe ein mächtiges zweites Album ab, das sowohl den eigenen Stil beibehält, wie auch eine deutliche Entwicklung zeigt. Großes Kino für Freunde von gutem (Tragedy/Crust) Grind!

[rating:5.5]

Infos:
Grindhead Records – 2010
CD – 15 Lieder / 25:39 Min.