Magna Mortalis – Onward

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In kühlem Blau zeigt sich eine apokalyptische Kulisse: Ein Kampf zwischen Menschen und einer skurrilen Kreuzung aus Heuschrecke und Panzer. Ein surreales Bild – was aber zu gefallen weiß! Spätestens, wenn man nun die Hülle von MAGNA MORTALIS‚ Debütalbum öffnet, und den Pestarzt mit Schnabelmaske erblickt, weiß man: Es geht um den Niedergang der Menschheit! Ein schönes Thema, was im Death Metal seit je her als Quell der Inspiration gedient hat!

So farbenfroh wie das Artwork geht es auch musikalisch auf „Onward“ zur Sache! Stellenweise sind die Gitarren richtig kalt und klirrend, ohne dabei aber nach Black Metal zu klingen. In „Antithesis Of Creation“ oder „Holme’s Sweet Home“ schimmert dezent eine infernalische Seite hindurch, die deutlich den Stempel von Immolation trägt. Doch so ganz in die beengende Terrorecke der New Yorker gehen MAGNA MORTALIS dann doch nicht. Eher eifert man Bolt Thrower nach und zeigt sich in den gut vierzig Minuten von „Onward“ sehr groove- und rhythmusbetont. Natürlich gibt es auch kleinere Ausbrecher, wie im bretternden „Flamming Rain„, doch wälzt man sich jedoch sehr homogen durch dickes Midtempo.

An und für sich macht MAGNA MORTALIS dabei eine gute Figur. Die derben Growls erinnern stark an Chris Barnes und die Songs gehen schnell in den Nacken über. Mit dem Material verspricht die Band eine mörder Livekapelle zu sein. Doch auf CD rollt dieser Endzeitpanzer leider mehr oder minder am Hörer vorbei, ohne tiefe Fahrrinnen zu hinterlassen. Freunde von groovigem Midtempo Death Metal dürfen gerne mal reinhören, doch für den Rest muss MAGNA MORTALIS noch ein paar markantere Akzente setzen.

[rating:4]

Infos:
Eigenproduktion – 2009 / Firefield Records – 2010
CD – 12 Lieder / 40:39 Min.