Guild Of Destruction – We Are Vermin

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Aus dem Hause Grindhead ist man – der Name lässt es vermuten – eigentlich eher Grindcore gewohnt. Darum überrascht „We Are Vermin„, die aktuelle Full-Length von GUILD OF DESTRUCTION doch ein wenig, passt sie mit ihrem technisch/progressivem Mix aus Black und Death Metal nicht so ganz in das Labelprogramm. Doch wollen wir nicht in Schubladendenken verfallen, denn die australischen Extrem-Metaller tun dies immerhin auch nicht!

So sind die Genregrenzen auf ihrem mittlerweile dritten Album auch nicht immer ganz klar definiert. Mal klingt es etwas nach Hate Eternal auf dem Black Metal-Trip, dann schimmert etwas brutal Death Metal durch, mal thrasht es richtig, dann verliert es sich in progressive Aufbauten und klirrende Kälte. Hin und wieder klingt der ein oder andere Part sogar für ganz ganz kurze Zeit nach den Landsleuten von Alchemist. Unterm Strich ergibt diese Mischung einen sehr eigenen Stil, der direkte Vergleiche aber kaum möglich macht! An und für sich ist so eine Eigenschaft sehr lobenswert bei einer Band in der heutigen Masse an Krachkapellen. Doch so viele irre Ideen auch in den 40 Minuten von „We Are Vermin“ versteckt liegen, so sehr verliert man sich gleichsam schon mal in den verschiedenen Songteilen oder dem ein oder anderen eher langweiligen Part. Glücklicherweise ist aber gerade dieser Vielschichtigkeit geschuldet, dass selbst die eher durchschnittlichen Songs noch sehr gute Momente haben und ein paar richtig gute Lieder belohnen das Reinhören in die Platte alle Male: „Suffer The Beast„, „My Ruins“ oder „The Abyss“ sind abwechslungsreiche wie tiefgehende Stücke, zeigen viele Fassetten der Band und sind allesamt richtige Knaller!

Trotz ein paar kleineren Schwächen ist „We Are Vermin“ also doch ein gutes – wenngleich auch nicht sehr gutes – Album geworden. Gerade wegen der großen Eigenständigkeit sollte man GUILD OF DESTRUCTION mal im Auge behalten und hoffen, dass mit der nächsten Scheibe ein paar mehr Songs etwas direkter auf den Punkt kommen!

[rating:4]

Infos:
Grindhead Records – 2010
CD – 9 Lieder / 41:48 Min.