Slaves Under Machine Gods – Hightech Performing DeathMachine

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Lasst euch von Bandname, Titel und Cover nicht täuschen! Auch wenn Maschinen, Hightech und futurisitsche Monster in creepy Grün es nicht vermuten lassen, hier ist nichts mit sterilem *core, modernem Trigger-Death Metal oder sonstigem Tendy-Mumpitz, „Hightech Performing DeathMachine“ ist eine Hommage an alte Zeiten! Mit dezenten Einflüssen von Obituary, Death, Suffocation und dickem Schlag von Cannibal Corpse und Malevolent Creation wird der alten Schule aus Florida gehuldigt, bis zum Umfallen – oder zum Ende der knapp 16 Minuten der EP.

Dabei zeigen die saarländischen SLAVES UNDER MACHINE GODS ein geschicktes Händchen für catchy Songs, die sowohl direkt im Ohr kleben bleiben, wie auch nachhaltigen Unterhaltunsfaktor durch leicht anspruchsvolle Songstrukturen bieten! Dabei kommt weder Atmosphäre noch Brutalität zu kurz, auch wenn die Songs abwechslungsreiche Ansätze verfolgen. „Impartial“ ist leicht schwarzmetallisch im Lead angehaucht, „Molten Human Skull“ – der stärkste Song der Platte! – ist derb brutal und mit „SUMG“ hat die Band schon im frühen Stadium ihre eigene Hymne in Plastik gemeißelt. „Specter“ ist zwar auch ein guter Song, aber zeigt doch noch ein paar Holprigkeiten im Vergleich zu den anderen Liedern. Und auch das Solo im selbstbetitelten Lied klingt zwar erfrischend simpel, kann aber für richtig bösen Metal ruhig noch etwas abgefahrener als ein bisschen Skalenreiten sein. (;

Griffige Gitarren, abwechslungsreiche, aber dennoch songdienlich gerade Drums und verdammt geile, kernige Growls machen die eh schon guten Songs zum richtigen kleinen Leckerbissen für Freunde des alten amerikanischen Death fuckin‘ Metal! Ich bin mal auf das Full-Length der Truppe gespannt, ob man Niveau wie Wiedererkennungswert über längere Spieldauer halten kann!

[rating:4]

Infos:
Eigenproduktion – 2009
MCD – 4 Lieder / 16:05 Min.