Mucupurulent – Monsters of Carnage

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MUCUPURULENT melden sich nach 4 Jahren mit einem wahren Monster zurück! Nicht nur, dass das neue Album „Monsters Of Carnage“ heißt, nein, es ist auch ein unglaubliches Groove-Ungetüm! Das Grind’n Roll-Trio hat sich deutlich entwickelt und liefert eine staubtrockene – auch vom Sound her – Dampfwalze ab, die förmlich nach Bewegung beim Zuhörer schreit!
Alle 15 Songs von „Monsters Of Carnage“ sind sehr rifforientiert, zeigen dadurch an mancher Stelle richtig dicke Hose, an anderer Stelle eine gewisse Affinität zum (Blues-)Rock mit Riffs und Soli, wie man sie von Blood Duster oder respektive AC/DC kennt! Selbst viele der Blast-Passagen sind trotz aller Härte immer mehr Groove-Keule denn Genickbrecher! Erst gegen Ende des Albums, wenn die Böllerei auch verstärkter Auftritt, überrascht MUCUPURULENT schon fast mit den richtig wütenden Blastbeats im Killer „Scapegoat„! Doch generell ist das Album ziemlich ruppig und damit bestens geeignet um in der Latzhose auf der Veranda zu sitzen, die alte, doppelläufige Schrotflinte zu polieren und dabei Fusel zu saufen!

An manchen Stellen meint man zwar das ein oder andere Riff wieder zu erkennen, ähneln sie sich fast alle ein wenig in Groove und Rhythmik. Doch macht das auf „Monsters Of Carnage“ gar nichts aus! Denn erstens klingen AC/DC auch immer gleich und zweitens hauen MUCUPURULENT immer wieder richtige Hits wie genanntes „Scapegoat„, „HC Bitch“ (geil punkig mit Mitsing-Gangshouts!), „Muscle Car Man„, „Blinded„, „Helldriver / Glowduster“ oder „Low Brain Blow Bunny“ dazwischen. Deutlich packender und dicker als „Bloodstained Blues“ können sich MUCUPURULENT mit ihrem aktuellen Album locker neben Dying Fetus (besonders zu „Stop At Nothing„-Zeiten) auf den Groove-Thron stellen (auch vom geilen Gesang her) und lassen Möchtegern-Bands wie Six Feet Under ziemlich alt aussehen! Dicke Empfehlung an alle Rocker unter den Grindern da draußen!

[rating:5.5]

Infos:
Rotten Roll Rex – Juni 2010
Digipak – 15 Lieder / 35:46 Min.