Interment – Into The Crypts Of Blasphemy

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Die Schweden können ein komisches Volk sein! Da gibt es Bands, die Anfang der Neunziger angefangen haben und erst um 2010 (+- ein paar Jahre) ihr Debütalbum herausbringen. Ein Beispiel wären die kürzlich ebenfalls hier besprochenen Entrails und nun INTERMENT, die ihren ersten Liveauftritt zum Release des Buches „Swedish Death Metal“ zusammen mit Grotesquery hatten. Dennoch sollten die Namen hinter INTERMENT dem ein oder anderen bereits bekannt sein, denn hier zocken Mitglieder u.a. von Dellamorte, Uncurbed, Regurgitate, Centinex und Demonical. Und gerade die beiden letztgenannten Bands deuten sowohl Marschrichtung wie auch Qualität von „Into The Crypts Of Blasphemy“ an!

Sicher, die Zahnpasta wird genau so sehr neu erfunden, wie INTERMENT zwischen all den oldschool Schwedentod-Bands heute noch eine eigene Identität besitzt. Aber man kann nicht abstreiten, dass sie den hundertsten Aufguss von Grave, Dismember und Entombed unterhaltsam rüberbringen! Besonders wenn die Kapelle mal etwas rumpliger groovt, bewegt man unweigerlich den Kopf. Über die ganze Spieldauer der guten halben Stunde kommen zwar immer wieder handwerklich gut gespielte, aber im Endeffekt schon zig Mal gehörte Lieder vor, aber die schmälern den Hörgenuss dieses verspäteten Debüts nur marginal!

Tendenziell würde ich die „Originalen“, Centinex (RIP!) und Demonical empfehlen. Doch wer selbst heute nicht genug alte Schwedenkost bekommen kann, darf auch gerne bei INTERMENT zuschlagen. Eine Pflichtveranstaltung ist „Into The Crypts Of Blasphemy“ zwar sicher nicht, aber – der regelmäßige Leser kennt die folgenden Worte sicherlich – immer noch besser als die letzte Dismember! (;

[rating:4]

Infos:
Pulverised Records – 06.2010
CD – 9 Lieder / 36:08 Min.