Gloria Morti – Anthems Of Annihilation

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Mit futuristischem Endzeitcover und endsprechenden Songs liefern GLORIA MORTI ihr Konzeptalbum „Anthems Of Annihilation“ zum eigenverschuldeten Untergang der Menschheit – oder einfacher gesprochen: Ihr drittes Studio-Album.
Durch die teilweise kalten und gelegentlich dem Cover gleichsam futuristisch anmutenden Black/Death-Songs entsteht an vielen Stellen auch die passende Atmoasphäre zum apokalyptischen Thema, doch leider ist GLORIA MORTI nie so kompromisslos, um richtig infernalisch zu werden. An einigen Stellen sind die Keyboads dafür zu melodisch, klimperhaft, fast schon zu süß, wie in „Cut From Gaia„.

Dabei sind alle Songs auf „Anthems Of Annihilation“ eigentlich gut gemacht. Ordentliches Geböller, stellenweise kalte und atmosphärische Riffs, derbe Growls und fiese Schreie. Nur leider oft nach Schema-F wieder verwendet und viel zu häufig mit dem Tasteninstrument im Vordergrund und etwas einfallslosen Gitarren im Hintergrund. Die Tendenz ist aber richtig: „Shallowed By Defeat„, ein langsames und intensives Instrumental, hätte auch von Immolation sein können – wenn man die leicht nervigen Keyboards weglässt. Und auch das etwas andere „Obey“ sticht genau so positiv aus den anderen Songs heraus, wie die letzten beiden Songs „Redemption“ oder „Chaos Archetype„. Mehr Lieder in diesem Stil, so düster und kalt, und „Anthems Of Annihilation“ hätte ein richtig gutes Album werden können!

Doch so böllern die 40 Minuten größtenteils an mir vorbei. Sicher, diese melodische Mischung aus Black und Death Metal bietet einige nette Fassetten. Doch nichts, was den Hörer richtig umhaut oder mitreißt. Dafür sind GLORIA MORTI einfach nicht kompromisslos genug und kommen mit „Anthems Of Annihilation“ nicht über das Mittelfeld hinaus.

[rating:3]

Infos:
Cyclone Empire – 30.07.2010
CD – 10 Lieder / 40:17 Min.