Demiurg – Slakthus Gamelby

 , , , ,

DEMIURG sind eine weitere Allstar-Death Metal Band. Dort spielen u.a. Mitglieder von Paganizer, Deranged, Edge Of Sanity, Ribspreader, Bone Gnawer, The Grotesquery, Hail Of Bullets, Gorefest, Torchbearer oder The Few Against The Many. Und natürlich ist noch Dan Swanö dabei, der das dritte Album „Slakthus Gamelby“ auch aufgenommen hat. Lauter illustre Namen, die hohe Verkaufszahlen versprechen könnten, oder?

Und schlecht ist „Slakthus Gamleby“ beim Deibel nicht! Mit ordentlichem Schlag von Hypocrisy (wie in „Deat Grasp Oblivion“ oder „Cold Skin„), ab und zu coolem oldschool Schwedentod-Vibe, einer zeitgemäßen Produktion wie auch modernen Ideen und dem Mut zum Außergewöhnlichen hebt sich DEMIURG von vielen Allstar-Projekten ab, die mit einem Album auf’s schnelle Geld zielen – und unter dem Strich nur Langweile auf Plastik pressen.
Doch trotz des permanent guten Niveaus auf dem Album, fehlen die dicken Hits, die man von der Konstellation im allgemeinen und Dan Swanö im speziellen erwartet. Der Oberkiller ist „From Laughter To Retching„, steht aber auf weiter Flur alleine. Hier gibt es ein richtig geile, catchy Riffs und brutale Blastbeats, beides Elemente, die in dieser Kombination richtig zünden und leider kein zweites Mal auf „Slakthus Gamleby“ vorkommen.
Melodische und griffige Elemente an sich gibt es dafür immer wieder, wie in „The Cold Hand Of Death“ das mit den Keyboards schon fast an Finntroll erinnert. Dafür wird das Tasteninstrument im restlichen Album glücklicherweise sehr dezent eingesetzt und nervt zu keiner Zeit.
Vereinzelt trauen sich DEMIURG auch mal einen etwas ruhigeren, fast progressiven Part mit klarem Frauengesang einzubauen und klingen an den entsprechenden Stellen sehr stark nach den Cynic-Sideproject Portal. Doch dieses Element taucht zu sporadisch auf, um ein richtiges Trademark der Band zu werden und an manchen Stellen wirkt es wieder sehr gezwungen, wie im abschließenden „World Burial„. Oder bei „Cold Skin“ fehlt mir im verlaufe des Songs ein bisschen der Death Metal.

Mehr brutale Nummern wie „From Laughter To Retching“ und eine etwas homogenere Verteilung der progressiven Elemente mit klarem Frauengesangt – das hätte ich mir gewünscht. Doch damit hätte DEMIURG sicher mehr Leuten vor den Kopf gestoßen. So wie es jetzt ist, dürfte das Album einer breiteren Masse gefallen, gerade Fans von Hypocrisy.

[rating:4]

Infos:
Cyclon Empire – 30.07.2010
CD – 8 Lieder / 39:30