Cardiac Arrest – Haven For The Insane

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Wo Ibex Moon drauf steht, ist oldschool drin! Da machen auch CARDIAC ARREST keine Ausnahme, denn die Herren aus Chicago machen trotz ihrer Bandgründung 1997 Death Metal, wie er Anfang der 90er gezockt wurde – und das richtig gut!

Die Lieder sind roh, aggressiv, geradlinig und an den richtigen Stellen thrashend. Eine Ausgewogene Mischung, die „Haven For The Insane“ über lange Strecke interessant macht! Für die nötige Abwechslung gibt es auch schon mal die ein oder andere Nummer zum Mitsingen, wie das kurze „Raralized With Fear“ oder „Rage On… Fuck Off“ oder einen langsamen, aber dafür richtig geilen und drückenden Brecher mit Namen „Embrace The Aftermath„! Definitiv ein Anspieltipp auf dem mittlerweile dritten Album von CARDIAC ARREST, genau wie das brachiale „Haunted Remnants“ oder „Against Their Will„. Die vielen Bezüge zu Vader’s „Litany“ heben „Having For The Insane“ auf ein insgesamt hohes Niveau. Die Scheibe macht einfach kruden, schnörkellosen Spaß und ist brutal wie Sau! Lediglich im letzen Drittel der 42 Minuten Spielzeit, wenn die Songs etwas länger werden, sind die Nummern nicht mehr so fesselnd, trotz gleichbleibender Qualität. Erst „The Blade That Reaps“ verlangt noch mal die ungeteilte Aufmerksamkeit des Hörers. Hier hätte eine Straffung der Spielzeit dem Album gut getan! „Twitching At The Noose“ zum Beispiel ist zwar nett, aber fast schon ungewöhnlich melodisch, erinnert etwas an Avulsed’s „Pale Red Blood“ und passt nicht so recht in das Gesamtbild.

Doch ich will nicht möppern, so altbacken CARDIAC ARREST auf „Haven For The Insane“ auch sind, so brutal, ehrlich und mitreißend sind sie gleichzeitig! Die Labelkollegen Gravehill sehen dagegen mit der konkurrierenden Veröffentlichung „Rites Of The Pentagram“ richtig alt aus (; Fans von alten Vader oder Master sollten „Haven For The Insane“ dringend antesten!

[rating:5]

Infos:
Ibex Moon Records – 08.07.2010
CD – 42:11 Min.