Warfield Within – Inner Bomb Exploding

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WARFIELD WITHIN sind 2005 aus der Asche von Khaosick hervorgegangen und haben im März diesen Jahres ihr Debütalbum über Yonah Records rausgebracht. Bei ihrem Line-Up mag es beim ein oder anderen klingeln: Spas, der früher mal bei den technischen Bonnern Jack Slater in die Saiten gehauen hat, und Simon, der aktuell bei der selben Band die Stöcke schwingt, komplettieren die alte Khaosick-Truppe. Technisches Niveau kann man also ebenso auf „Inner Bomb Exploding“ erwarten, wie auch ordentlich Geschwindigkeit!

Und in der Tat, Gefangene machen WARFIELD WITHIN keine auf ihrem ersten Full-Length! Das Tempo ist permanent ziemlich hoch, entspannendere Midtempo-Passagen sind so rar gesät, wie Wasser in der Wüste Gobi. Vaders Doc wäre verdammt stolz gewesen! Dennoch bieten die Songs auf „Inner Bomb Exploding“ genügend Abwechslung und Variation, sowohl instrumental wie auch stimmlich, damit zu keiner Sekunde Langeweile aufkommt. Mal mehr dem technischen Death Metal zugetan, mal eher thrashend mit dicken Todesblei-Einflüssen böllert sich das vergleichsweise junge Quintett durch ihre Kompositionen – und ich kann auf Anhieb nicht sagen, welche Fassette ihnen besser steht!
Die mehr zum Todesblei orientierten Songs sind eigenständig, brutal und durch sehr songdienliche Technik auch intelligent gestrickt. „Pride Of Creation“ oder „Cynic Hell Reality“ sind richtige Bretter mit hohem Wiedererkennungswert und ordentlich Härte.
Aber auch in der thrashenderen Seite von WARFIELD WITHIN macht die Truppe eine richtig gute Figur und schafft mit „Scapegoat„, „My Own Worst Enemy“ oder „A Future Dark“ richtige Hits. Sogar die eigene Hymne „Warfield Within“ hat man auf diesem Debüt schon in Stein gemeißelt!
An manchen Stellen könnten die Lieder ein wenig kompakter sein, doch gerade durch die dezente Verwendung von Technik und semi-progressiven Elementen werden diese kleinen Schönheitsfehler gut kaschiert und machen „Inner Bomb Exploding“ zu einem guten Debütalbum!

Viele der Bausteine, die WARFIELD WITHIN zusammenschuster mögen alleine gesehen bekannt sein, aber das Ergebnis ist sehr frisch, intelligent und immer brutal. Schön, dass eine Band ihr Ding so eigenständig durchzieht ohne an irgendwelche Trends anzubiedern oder andere Kapellen zu kopieren.

[rating:5]

Infos:
Yonah Records – 26.03.2010
CD – 10 Lieder / 41:00 Min.