Immolation – Majesty And Decay

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Die New Yorker Großmeister der finsteren Musik sind wieder da und bringen mit „Majesty And Decay“ einen wirklichen Leckerbissen an düsterem Death Metal, der die Konkurrenz in diesem Genre alt und fast schon langweilig aussehen lässt! Viele andere Magazine haben vor mir bereits mit den Lobgesängen angefangen und machen somit meine Meinung eigentlich überflüssig. Dennoch bin ich vom neusten IMMOLATION-Werk dermaßen begeistert, dass ich einfach meine uneingeschränkte Empfehlung aussprechen muss!

Seit knapp 20 Jahren machen IMMOLATION nun ihr Ding und haben bisher irgendwie nie die Aufmerksamkeit bekommen, die sie verdient haben. Ob der Deal bei Nuclear Blast etwas daran ändert, wird wohl die Zeit zeigen, da ich – um ehrlich zu sein – nicht so ganz die Propaganda-Maschinerie des Labels verfolge. Fakt ist aber, dass sowohl die Produktion wie auch das Artwork von „Majesty And Decay“ sich sehen und hören lassen können! Dicker, druckvoller und dabei angenehm organischer Sound – in Zeiten von totgetriggerten Drums und klinischen Gitarren eine Seltenheit wie Wohltat für die Ohren, die die Songs ins richtige Licht rückt! So hört man die vielen kleinen Details, die IMMOLATION so geschickt und effektiv einsetzen, um sowohl eine böse und dichte Atmosphäre zu erzeugen, wie auch um sich merklich von anderen Death Metal-Kapellen abzugrenzen. In den 12 Songs, respektive gut 45 Minuten das aktuellen Langeisens präsentieren IMMOLATION simple, aber sehr wirksame Leads, infernalische Riffs und die wohl geilsten Soli im Death Metal, die ich dieses Jahr gehört habe! Alleine die Gitarrensoli rechtfertigen den Kauf von „Majesty And Decay„!
Dazu kommt das geniale Drumming von Steve Shalaty, der genre-untypische Rhythmen, Beats und Breaks in die Musik einfließen lässt und der Band somit weitere Eigenständigkeit verschafft! Durch das treibende Schlagzeug entsteht an mehreren Stellen ein fast ritueller Charakter, der zur sinistren Grundstimmung des Albums genau so hervorragend beiträgt, wie der Mut zu langsamen, richtig bösen Passagen! Aber keine Angst, brutales und geradliniges, aber nie stumpfes Gebolze bieten IMMOLATION auch in homogener Verteilung auf „Majesty And Decay„!

Kein einziger Song auf dem Album ist Füllmaterial, lediglich das „Interlude“ wäre verzichtbar gewesen. „A Token Of Malice„, „Divine Code„, „A Glorious Epoche„, „A Thunderous Consequence„, „The Rapture Of Ghosts“ (der Song hat so geile Ideen, dass mir echt einer abgeht!), „Power And Shame“ und der Titeltrack sind grandiose Hits, trotz aller tropfenden Boshaftigkeit immer noch griffig und mit pestgeschwängertem Ohrwurmcharakter. Fans von düsterem, innovativen und eigenständigem Death Metal müssen bei dem Album einfach zugreifen, es ist ein Großwerk diesen Jahres!

[rating:6]

Infos:
Nuclear Blast – 09.03.2010
CD/LP – 12 Lieder / 45:05 Min.