Entrails – Tales From The Morgue

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Der ein oder andere erinnert sich: Anfang des Jahres hatte ich die Tape-Version von ENTRAILSReborn“ besprochen, mit dem Hinweis, dass das Album der Band über FDA Rekotz in Kürze erscheinen soll. Und am 01.06.2010 war dann „Tales From The Morgue“ auch schon erhältich!
Wer sich nicht erinnert: ENTRAILS mit ihrem Entombed-Riff-Off-Logo machen – wie erwartet man es auch anders – schwedischen olschool Death Metal im Stile ihres Schriftzuggebers und Dismember. Dabei gab es die Kapelle schon mal Anfang der 90er, wurde dann aber laaaange Zeit auf Eis gelegt, bis 2008 das Demo „Reborn“ erschien.

Von besagtem Demo, wie auch vom darauf folgenden „Human Decay„-Demo (2009) haben ENTRAILS eine sehr gute Mischung für „Tales From The Morgue“ zusammengestellt. Und soweit ich das Richtig überblicke, gibt es noch den neuen Song „The Curse Of Death“ dazu, der vorher auf keiner Veröfffentlichung war.
Altbekanntes Songmaterial – doch hier neu präsentiert! Denn auf dem ersten Full-Length der Oldschool-Schweden kloppt Fredrik Widigs session-weise die Drums ein (vielleicht bekannt von Kraanium oder Soils Of Fate). Dadurch bekommen die Lieder direkt ein anderes Feeling, als noch mit dem Drumcomputer. Das Ergebnis der neuen Song-Zusammenstellung und des neuen Sounds bewirkt Wunder für ENTRAILS!
Die vorher schon hervorragenden Songs „Voices“ und „Entrails“ knallen noch mal besser und auch „Stormy Death“ und „Evil Obsession“ wurden deutlich aufgewertet. Ansonsten kann ich eigentlich nur wiederholen, was ich schon für „Reborn“ gesagt habe: ENTRAILS liefern gute alte Schwedentod-Schule ab und schaffen es immer wieder mit ausgeklügelten (Dismember-)Leads besondere und griffige Elemente in die Songs zu bringen, dass niemals Langeweile aufkommt. Durch die kompaktere Darstellung im Gegensatz zu „Reborn“ haut „Tales From The Morgue“ besser rein und zeigt sich als Pflichtveranstaltung für den Schweden-Fan, der die letzte Dismember etwas zu zahm fand.

Eigentlich mache ich ja keine Bewertungen für Re-Releases / Compilations, aber da dies das „Debüt-Album“ ist und durch ein richtiges Schlagzeug aufgewertet wurde, mache ich eine Ausnahme und spreche Kaufempfehlung aus!

[rating:5]

Infos:
FDA Rekotz – 01.06.2010
CD – 11 Lieder / 44:30