Circle Of Dead Children – Psalm Of The Grand Destroyer

 , ,

Gut 5 Jahre nach ihrer letzten EP melden sich CIRCLE OF DEAD CILDREN mit einem Full-Length zurück. Eine lange Zeit, in der sicherlich viele Leute schon nicht mehr an eine Wiederkehr der Band gedacht hätten.

Doch „Psalm Of The Grand Destroyer“ ist ein widerliches, wütendes Album geworden, das mit einem Faustschlag ins Gesicht der glattpolierten Gesellschaft CIRCLE OF DEAD CHILDREN zurück auf die Bildfläche bringt. An einigen Stellen merkt man der Band sicher die längere Pause an, eine Hand voll Nummern auf diesem vierten Album sind mehr oder minder holprig oder durchschnittlich. Dafür hat das brutale Death-Grind-Quartett aus Washington aber auch eine ganze Reihe von Songs im Programm, die wiederum richtig killen! „Burry The Ill Flock„, „We Who Move With The Graven Worms„, „Obsidian Flakes“ oder „Starve, Beg & Die a.k.a. Fuck You Kill Me“ sind abgefuckt böse Songs, die Fans von Devourment und Cattle Decapitation umhauen werden!
Abwechslungsreich, mit Mut zu langsamen, düster-schleppenden Passagen und dreckigen Einflüssen aus Grindcore und obskurem oldschool Death Metal, zeigen CIRCLE OF DEAD CHILDREN genau wie ihre tierliebenden Genre-Kollegen, dass man brutalen Death-Grind auch mit Köpfchen und Herzen gleichermaßen spielen kann. Das schönste Beispiel ist „Germinate The Reaper Seed„, das fast schon progressive Elemente birgt!

Trotz einiger Schönheitsfehler ist „Psalm Of The Grand Destroyer“ lohnenswert für alle Freunde der dreckigen, musikalischen Vanitas! Ich habe CIRCLE OF DEAD CHILDREN auf meinem Radar und hoffe, dass das nächste Album a) nicht wieder fünf Jahre auf sich warten lässt und b) dann ohne Füllmaterial ein richtiger Hammer im dreckigen Death-Grind wird!

[rating:4.5]

Infos:
Candlelight Records / Willowtip – 08.06.2010
CD/LP – 15 Lieder / 31:47 Min.